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"Klinikum der Zukunft"

UKSH eröffnet Neubau

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Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür hat das "Klinikum der Zukunft" des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Kiel am Freitag seine Pforten geöffnet. Mehr als 5.000 Gäste und Besucher verschafften sich einen Eindruck vom neuen zentralen Klinikgebäude, das als eines der europaweit modernsten Medizinzentren gilt.

Der sechsstöckige Neubau ist der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung am Campus Kiel. 2015 hatte das UKSH in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem Immobilienpartner BAM/Vamed mit der Zentralisierung von 21 Kliniken am Campus Kiel und 20 am Campus Lübeck begonnen. In dieser Woche ziehen nun 13 Kliniken in den Neubau am Campus Kiel ein – bei laufendem Klinikbetrieb. Bis zum Jahr 2022 werden noch die Bestandsgebäude auf dem Campus Kiel saniert und umgebaut. Die Gesamtinvestitionskosten für die neu eröffnete Einheit belaufen sich auf 321 Millionen Euro für Bau, Geräte, Ausstattung und IT. „Wir haben mit einem herausragenden Team eine gewaltige Herausforderung gemeistert“, sagte der UKSH-Vorstandsvorsitzende Jens Scholz, „nach nur vier Jahren ist die Vision des fächerübergreifenden und digitalisierten Krankenhauses jetzt Wirklichkeit.“

Das UKSH ist das größte Universitätsklinikum im Norden und das einzige Klinikum der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein. Das neue UKSH-Gebäude in Kiel verfügt über 64.000 Quadratmeter Nutzfläche, was etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Hinzu kommen noch einmal rund 20.000 Quadratmeter Umbaufläche sowie 6.500 Quadratmeter Teilsanierungs- und über 18.000 Quadratmeter Renovierungsfläche. Insgesamt wurde und wird der Campus Kiel auf 109.000 Quadratmetern baulich erneuert. Die Fläche ist fast doppelt so groß wie das Schloss von Versailles. Das neue zentrale Klinikgebäude wurde aus 46.000 Kubikmetern Beton gebaut. Am Campus Lübeck wird in ähnlicher Größenordnung neu gebaut, umgebaut, saniert und renoviert.

Artikel zum Thema: Neue Gebäude, neue Prozesse, eine neue Unternehmenskultur: Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein steht der Umzug in die neuen Gebäude kurz bevor. Eine entscheidende Rolle hat dabei das Changemanagement-Team inne, das diesen Prozess seit vier Jahren begleitet.

Basis für die bauliche Erneuerung des UKSH ist ein Medizinisches Strukturkonzept, das die gesundheitliche Entwicklung der Bevölkerung der kommenden Jahrzehnte analysiert hat. Prognosen und Kapazitätsberechnungen berücksichtigen den demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt. In die Planung haben Mitarbeiter ihre Expertise eingebracht: Unzählige Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Servicekräfte, Verwaltungsangestellte und Personalräte haben die Pläne ihres künftigen Arbeitsplatzes in mehr als 1.000 Terminen kontinuierlich diskutiert und verbessert.

Im Neubau wird es 340 Patientenzimmer, ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer, geben. Im Neubau setzt das UKSH stark auf Digitalisierung. So können sich Patienten an Self-Check-in-Terminals in den Aufnahmebereichen anmelden und Dokumente oder Einwilligungen einscannen. Wiederkehrende Patienten identifizieren sich dort mit ihrer Gesundheitskarte und erhalten eine Aufrufnummer. Erstaufnahmen werden am Self-Check-in-Terminal erkannt und zur Vervollständigung ihrer Daten zur zentralen Patientenaufnahme geleitet.

Darüber hinaus können die Patienten künftig Fragebögen zu ihrer Behandlung oder ein Schmerztagebuch ausfüllen und an anonymen Umfragen zur Zufriedenheit teilnehmen. Klinisches Personal wird durch die sogenannten Bedside-Terminals bei der mobilen Visite unterstützt, um Befunde aufzurufen und die Behandlung mit dem Patienten abzusprechen. Als erstes deutsches Krankenhaus bietet das UKSH darüber hinaus ein kassenunabhängiges elektronisches Gesundheitskonto an, das den Datenaustausch zwischen Ärzten, Kliniken oder Therapeuten ermöglicht. Jeder Patient kann über seine Daten im elektronischen Archiv standortunabhängig verfügen.

Autor

 Hendrik Bensch

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