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Krankenhausplanung

Einhäupl fordert mehr Macht für Kassen

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Wer soll über die Struktur der Krankenhauslandschaft entscheiden? Charité-Chef Karl Max Einhäupl, der die Berliner Uniklinik in wenigen Tagen verlässt, hat eine klare Antwort auf diese Frage. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ hat Einhäupl erklärt, die Kassen sollten die Kliniken „steuern“ und dafür zusätzlich zu den Beiträgen Steuergeld erhalten. So würden nur die Standorte erhalten bleiben, die man auch wirklich brauche. Der 72-Jährige traut diese Aufgabe der Landes- und Lokalpolitik offenbar nicht mehr zu: „Wenn sich drei Landräte zusammensetzen und darauf einigen, dass sie eigentlich nur ein Krankenhaus brauchen statt drei, dann will trotzdem jeder einzelne nicht auf seins verzichten“, moniert Einhäupl, der die Charité nach elf Jahren an ihrer Spitze Ende dieses Monats verlässt. Von den 1.400 Akutkrankenhäusern in Deutschland sind laut Einhäupl weniger als 1.000 Standorte nötig. Auch zur Notfallversorgung äußerte sich der Charité-Chef: Achtzig Prozent der Patienten in den drei Notfallzentren der Charité seien Bagatellefälle. „Die müssen wir da herausbekommen“. Gesundheitsminister Jens Spahn bereitet gerade eine Reform der Notfallversorgung vor.

Einhäupl spricht sich auch für mehr Mindestmengen aus. Jede Klinik solle nur das machen, was sie gut könne. Das kleine Häuser auch schwere Fälle übernehmen, sei vor allem ein Prestigeproblem: „Weil die Krankenhauschefs oft von der Uniklinik kommen und draußen weiter Universitätsmedizin machen wollen, obwohl sie dort wegen der geringen Fallzahlen viel zu wenig Routine mit komplizierten Eingriffen haben“.

Autor

 Jens Mau

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