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G-BA

Keine Einigung zu Psychiatrie-Personalvorgaben in Sicht

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben sich offenbar nicht auf eine neue Richtlinie zur Personalausstattung in der Psychiatrie und Psychosomatik einigen können. Das berichtet die "Welt" in ihrer heutigen Ausgabe. DKG-Präsident Gerald Gaß sagte der Zeitung, dass es "nicht zu einer von allen gewünschten und notwendigen Weiterentwicklung der Personalstandards in der Psychiatrie kommen" werde. Es bleibe im Moment nichts anderes übrig, als die veraltete Psychiatrie –Personalverordnung mit nur punktuellen Verbesserungen als Grundlage zu nehmen, so Gaß. Der GKV-Spitzenverband äußerte sich nicht auf Anfrage der Zeitung.

Die Richtlinie soll die fast 30 Jahre alte Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) ablösen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte 2016 den Auftrag erhalten, bis Ende September dieses Jahres Personal-Mindestvorgaben festzulegen. Zudem sollte er Indikatoren für die Qualitätssicherung in der Psychiatrie und Psychosomatik benennen. In der kommenden Woche steht die Richtlinie auf der Tagesordnung der Plenumssitzung des G-BA.

Einer der zentralen Knackpunkt ist, dass der GKV-Spitzenverband einen Vorschlag gemacht hat, der in vielen Teilen an die Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) erinnert, wie bereits die f&w in ihrer aktuellen Ausgabe berichtete. Psychiatrische Kliniken sollen demnach ihre Personalzahlen stations-, berufsgruppen- und tagesbezogen erfassen. Wenn Kliniken die Personaluntergrenzen unterschreiten, müssen sie mit Abschlägen rechnen. Während der GKV-Spitzenverband eine harte Untergrenze fordert, drängen die Fachgesellschaften und Verbände im ersten Schritt auf eine Erhöhung der Personalkapazitäten von mindestens fünf Prozent als sogenannten Sollwert. Dieser soll sich der Forderung nach leitliniengerechter Behandlung annähern.

Autor

 Hendrik Bensch

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