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Richtlinie zur Personalausstattung

Hecken weist Kritik an Psychiatrie-Beschluss zurück

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Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, hat die Kritik der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an dem Beschluss zur künftigen Personalbemessung in der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung von sich gewiesen. Der Krankenhausverband hatte insbesondere bemängelt, dass die Personalvorgaben künftig stationsbezogen darzulegen sind. Hecken wies nun darauf hin, dass es nur dann Sanktionen gebe, wenn die Personalmindestvorgaben einrichtungsbezogen in einem Zeitraum von drei Monaten nicht erfüllt werden.

Hecken verteidigte zudem, dass die Dokumentation künftig stationsbezogen ablaufen muss. Damit werde sichergestellt, dass es in besonders sensiblen Versorgungsbereichen nicht dauerhaft zu wenig Personal gebe, zum Beispiel in der Gerontopsychiatrie. Die stationsbezogene Dokumentation habe deshalb nichts mit "Kontrollwut" zu tun, so Hecken.

Der G-BA hatte in der vergangenen Woche gegen die Stimmen der DKG die Richtlinie zur Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik (PPP-Richtlinie) beschlossen. Ab dem 1. Januar 2020 müssen die Kliniken verbindliche personelle Mindestvorgaben einhalten. Das gilt für alle psychiatrischen, kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychosomatischen Krankenhäuser und Abteilungen. Im ersten Jahr wird es keine Sanktionen geben, sollte ein Krankenhaus die Vorgaben nicht einhalten. Die Richtlinie löst die fast 30 Jahre alte Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) ab.

Das höchste Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen hat den Beschlusstext zur Richtlinie noch nicht veröffentlicht. Weitere Einzelheiten zur Richtlinie lassen sich aber aus der heutigen Pressemitteilung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entnehmen. Der G-BA habe die Durchschnittswerte der Psychiatrie-Personal-Verordnung als Orientierungswert übernommen und zur neuen Mindestanforderung erklärt, so der GKV-Spitzenverband. Genauere Angaben machte der Kassenverband auch zu den Minutenwerten, die die Patienten pro Woche therapeutisch erhalten. Sie sollen künftig steigen, wie bereits bekannt worden war. Zum Beispiel werde sich das psychologische Personal in der Erwachsenenpsychiatrie um 60 Prozent erhöhen, so der GKV-Spitzenverband in seiner Mitteilung. In der Intensivbehandlung für Erwachsene werde das Pflegepersonal um 10 Prozent erhöht.

Autor

 Hendrik Bensch

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