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Externe Qualitätssicherung

Ein Fünftel der Qualitätsindikatoren mit Aufwärtstrend

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Die Qualität der stationären und sektorübergreifenden Versorgung in Deutschland hat sich in einigen Bereichen verbessert. Das geht aus dem Qualitätsreport 2019 hervor, den das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) gestern veröffentlicht hat. Demnach gab es bei einem Fünftel der Indikatoren der externen Qualitätssicherung (QS) "signifikante Verbes­serungen", heißt es in dem Bericht. 3 Prozent der Indikatoren weisen auf schlechtere Ergebnisse hin. Der Großteil der Indikatoren ist in etwa gleich geblieben. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, bezeichnete das als "ein sehr gutes Ergebnis".  

Der aktuelle Qualitätsreport fasst die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung (QS) für das Jahr 2018 zusammen. Er liefert Informationen zu 23 Qualitätssicherungsverfahren (QS-Verfahren) in verschiedenen Versorgungsbereichen, wie zum Beispiel der Gefäßchirurgie. 221 Indikatoren dienen dabei als Messinstrumente.

Laut Qualitätsreport gibt es bei sieben Indikatoren einen sogenannten "besonderen Handlungsbedarf". Das ist dann der Fall, wenn ein "ausgeprägtes oder fortbestehendes Qualitätsdefizit besteht", wie es das IQTIG formuliert. Das ist beispielsweise bei der Mammachirurgie, Geburtshilfe und hüftgelenknahen Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgung der Fall.

Deutlich verbessert habe sich die Versorgung von Patienten mit ei­nem hüftgelenknahen Knochenbruch, betont IQTIG-Leiter Christof Veit im Vorwort zum Report. Der Anteil der Patienten, die innerhalb der ersten 24 Stun­den nach Aufnahme in ein Krankenhaus mit einer einfachen Ver­schraubung der Hüftknochen (Osteosynthese) versorgt werden, ist gestiegen. Die schnelle Hilfe ist wichtig, weil Patienten später weniger schwerwiegende Risiken haben und schneller wieder gesund werden. Bei Osteosynthesen und Hüftimplantaten lag der Anteil der Patienten, die zu lange bis zur Operation warten mussten, im vergangenen Jahr erstmals unter 15 Prozent. Dies ist die empfohlene Höchstgrenze. 2015 waren es noch fast 23 Prozent der Patienten, die nach länger als 24 Stunden auf ihre Ope­ration warten mussten.

Mit Blick auf die in den QS-Verfahren betrachteten nosokomialen Infektionen sieht der Qualitätsreport in den vergangenen Jahren ein "relativ niedrige[s] Niveau". Durch den demografischen Wandel und mehr komplizierte medizinischen Eingriffen könne sich das jedoch ändern. Es müsse in Zukunft mit mehr nosokomialen Infektionen gerechnet werden, "wenn die Prophylaxemaßnahmen nicht dem Risikoprofil der Patientinnen und Patienten angepasst werden."

Autor

 Hendrik Bensch

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