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Qualitätssicherung

G-BA veröffentlicht Bericht zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute den zweiten Bericht zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren veröffentlicht. Dabei geht es um die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr zu elf Indikatoren zu gynäkologischen Operationen, zur Geburtshilfe und Mammachirurgie. Demnach wurden 66 statistische Auffälligkeiten in diesen Bereichen an insgesamt 62 Standorten als „unzureichende“ Qualität eingestuft. Im Vorjahr waren es 73. Für den Bericht hat das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) die Daten von 1063 Krankenhausstandorten ausgewertet.

Das Verfahren zu den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren gibt es seit Januar 2017. Ziel ist es, den Bundesländern Einschätzungen für die Krankenhausplanung an die Hand zu geben. Neu ist beim aktuellen Bericht, dass die Ergebnistabellen ausführlich erläutert werden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatte auf die Ergänzung gedrungen. Die unkommentierte Fassung habe im vergangenen Jahr zu „unsachlichen und verfehlten Medienberichten geführt“, so die DKG.

Die Krankenhausgesellschaft wies darauf hin, dass die Bewertung der Qualität sich nicht auf die Qualität einer Leistung, einer Abteilung oder eines ganzen Krankenhauses beziehe. Es gehe immer ausschließlich um den Qualitätsaspekt jedes einzelnen Indikators. Auch das unparteiische Mitglied im G-BA, Elisabeth Pott machte darauf aufmerksam: "Auch für den zweiten Bericht gilt, dass es nicht zulässig ist, aufgrund einzelner Ergebnisse aus einzelnen Behandlungsbereichen auf die Qualität einer Krankenhausabteilung oder eines gesamten Krankenhauses zu schließen."

Die DKG hatte kürzlich auch vorgeschlagen, im Bericht eine Zusammenfassung der Stellungnahme oder Kommentarmöglichkeit des Krankenhauses zu ergänzen. Der G-BA hatte den Vorschlag jedoch abgelehnt. Die DKG sieht zudem kritisch, dass "die besonderen Fallkonstellationen nicht immer hinreichend berücksichtigt" würden. Ein Beispiel dafür sei die Entscheidung-Entbindungszeit bei einem Notfallkaiserschnitt. Diese könne beispielsweise auch dann überschritten werden, wenn sich die Schwangere gegen die Narkose wehre oder es Sprachprobleme gebe.

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