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Telemedizin

Rhön-Klinikum AG steigt in Telemedizin ein

  • Digitalisierung

Die Rhön-Klinikum AG setzt nun auf den digitalen Arztbesuch. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen Patienten von Medgate Deutschland in dringenden oder allgemein medizinischen Fragen künftig Beratungen und Behandlungen per Telefon, Video, Internet oder Smartphone-App erhalten. Der Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG hat nun der Gründung von Medgate Deutschland GmbH zugestimmt. Die Rhön-Klinikum AG hält mit 51 Prozent die Mehrheit an der gemeinsamen Gesellschaft, Medgate ist mit 49 Prozent beteiligt.

Das Leistungsangebot von Medgate Deutschland umfasst laut Rhön eine telemedizinische Beratung und Behandlung und bei Bedarf eine weiterführende Steuerung der Patienten in ambulante und stationäre Versorgungsangebote, unabhängig von Zeit und Ort. Die Behandlung durch festangestellte Ärzte basiere auf etablierten evidenzbasierten medizinischen Leitlinien. Der Zugang zu den Ärzten erfolge über einen telefonischen Erstkontakt mit einer medizinischen Assistenz oder nach einer automatischen Triage über eine Smartphone-App. Das Angebot richtet sich in einem ersten Schritt an private Krankenversicherungen und Selbstzahler. Die Zusammenarbeit mit gesetzlichen Krankenversicherungen sowie Erweiterungen des Angebots seien in Planung. 

Mit Medgate Deutschland wollen die Rhön-Klinikum AG und Medgate die wachsenden ärztlichen Versorgungslücken im ländlichen Raum schließen. In einem ersten Schritt sollen insbesondere die Fachrichtungen Allgemeine und Innere Medizin, Pädiatrie, Dermatologie und Gynäkologie abgedeckt werden. 

Die Rhön-Klinikum AG und Medgate seien davon überzeugt, dass mit dem Beginn der Öffnung der ärztlichen Berufsordnung hinsichtlich der Fernbehandlung von Patienten die Nachfrage nach telemedizinischen Angeboten auch in Deutschland steigen werde. "Digital vor Ambulant vor Stationär" sei die Formel, auf die man setze, sagt Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG. Im Mai 2018 hatte der Deutsche Ärztetag das bisher geltende berufsrechtliche Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung gelockert. 

Die Rhön-Klinikum AG vermeldet außerdem einen Umsatzanstieg in den ersten neun Monaten von 2019 um 4,6 Prozent auf 970,9 Millionen Euro. Die Zahl der Patienten sei außerdem auf 645.345 gestiegen. Das solide Umsatzwachstum komme überwiegend aus dem Akutbereich.

Mit dieser Zahl sei das Unternehmen auf Kurs, seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen: ein Umsatz in Höhe von 1,3 Milliarde Euro in einer Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben bzw. nach unten. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet Rhön mit einem Wert zwischen 117,5 Millionen Euro und 127,5 Millionen Euro.

Autor

 Christina Schröder

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