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Organtransplantation

Klinik-Aktivitäten zur Organspende haben zugenommen

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Die Klinik-Reform zur Organtransplantation zeigt offenbar Wirkung: Krankenhäuser in Deutschland sind in diesem Jahr bisher wesentlich häufiger mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Kontakt gewesen als im Vorjahr. Von Januar bis Oktober dieses Jahres gab es 2.522 sogenannte organspendebezogenen Kontakte von Kliniken mit der DSO, teilte die Stiftung mit. Ein organspendebezogener Kontakt beschreibt die Unterstützungsarbeit der DSO, angefangen bei der Beratung bis zur Organspende. 2018 waren es bis zu diesem Zeitpunkt 2.341 Kontakte.

Die Zahl der Spender und gespendeten Organe ist in diesem Zeitraum jedoch leicht zurückgegangen, gab die DSO bekannt. Angesichts der Entwicklung sei es deshalb „schwer absehbar, inwieweit die strukturellen Veränderungen ausreichen, um eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Organspendezahlen in Deutschland“ zu bewirken, so die DSO.

Im April waren Änderungen zum Transplantationsgesetz in Kraft getreten. Krankenhäuser werden seitdem besser vergütet, wenn sie Organe entnehmen. Zudem gibt es verbindliche Vorgaben für die Freistellung von Transplantationsbeauftragten.

Die DSO sprach sich erneut für die sogenannte doppelte Widerspruchslösung aus. „Die Prüfung der Möglichkeit einer Organspende würde von der Ausnahme zur Regel und auf eine positive Basis gesetzt, die den gesellschaftlichen Willen zur Organspende und Transplantation klar zum Ausdruck bringt“, so die DSO. Die doppelte Widerspruchslösung sieht vor, dass jeder Bürger als möglicher Organ- oder Gewebespender gilt, der keinen Widerspruch erklärt hat. Wenn auch den nächsten Angehörigen kein Widerspruch bekannt ist, gilt die Organentnahme als zulässig.

Für die doppelte Widerspruchslösung machen sich unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach stark. Zur Widerspruchslösung gibt es jedoch auch einige kritische Stimmen. Sie sei ein starker Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen, beklagen Kritiker.

Autor

 Hendrik Bensch

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