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Bayern

Bayerische Krankenhausgesellschaft: Mehr Kliniken im Defizit

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Mehr als die Hälfte der bayerischen Krankenhäuser befinden sich im Defizit. 2018 hätten 54 Prozent der Krankenhäuser ein Defizit vermeldet, für 2019 zeichne sich ein ähnlich höher Wert ab, berichtet die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG). Anders war die Situation 2010: Damals konnten noch über 70 Prozent der Kliniken ein positives Ergebnis vermelden. 

Für 2020 rechnet die BKG mit einer weiteren Verschlechterung. "Wir müssen damit rechnen, dass in diesem Jahr mehr als 60 Prozent der Krankenhäuser in Bayern Defizite verzeichnen werden", so Geschäftsführer Siegfried Hasenbein. 84 Prozent der Geschäftsführer und Vorstände der Kliniken in Bayern klagen über eine schlechte finanzielle Gesamtsituation. Hasenbein begründet dies mit einer Vielzahl von Anforderungen, verbunden mit einer Bürokratieflut und finanziellen Sanktionen, die unzureichenden Erlösen gegenüber stünden. Zu den Anforderungen zählt die BKG die gestiegenen Personalkosten durch den Tarifvertrag, die nicht ausreichend gegenfinanziert werden, oder die drohenden Strafzahlungen durch die MDK-Reform. 

Nach Angaben der BKG ist von diesem Negativ-Trend keine Trägergruppe ausgenommen, auch regionale Schwerpunkte sind nicht erkennbar.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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