250
Passwort vergessen

Reform der Notfallversorgung

HKG: Referentenentwurf behindert hessische Modellprojekte

  • News des Tages

Die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) zeigt sich in enttäuscht über den Referentenentwurf 
zur Reform der Notfallversorgung
. "Die Beschränkung der ambulanten Notfallversorgung auf wenige Integrierte Notfallzentren (INZ) im Land ist ein kapitaler Fehler", heißt es in einem Schreiben der HKG

Das Konstrukt, das eine räumliche Ansiedlung der INZ in Krankenhäusern vorsieht, aber als eigenständiger Sektor unter der Leitung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) organisiert werden soll, führe aufgrund der Zentralisierung zu einer regionalen Unterversorgung. Zudem seien zusätzliche Personalressourcen nötig, welche am Markt nicht vorhanden sind. "Erschwerend kommt hinzu, dass Übergangsregelungen zu kurzgefasst sind und gute Konzepte, welche nicht genau in dieses Schema passen, wieder in der Schublade verschwinden", klagt die HKG. 

In Hessen arbeite man seit Jahren im Gemeinsamen Landesgremium nach § 90a SGB V an einem alternativen Modell, bei dem Zentrale Notaufnahme und Ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale zusammenarbeiten und Patienten an einem gemeinsamen Tresen triagiert und bedarfsgerecht zuteilt. Seit zwei Jahren habe sich dieses Modell bewährt, so die DKH. Für ein flächenhaftes Ausrollen und der Gewährleistung einer 24/7-Versorgung müsse es nun weiterentwickelt werden; entsprechende Konzepte seien schon erarbeitet und warten auf ihre modellhafte Einführung.

Zu enge Vorgaben aus Berlin dürfen solche Ansätze nicht behindern, so die HKG. Daher fordert sie im Gesetz zur ambulanten Notfallversorgung eine Öffnungsklausel für die Länder, eine breitgefasste Definition von Integrierten Notfallzentren, eine stärkere Einbindung der Vertragsarztpraxen sowie die Möglichkeit einer abschlagsfreien Beteiligung aller Krankenhäuser mindestens der Basisnotfallstufe.

Auch bei Klinikärzten sorgt der Referentenentwurf für Entrüstung. Im f&w-Interview erklärt Prof. Dr. Christoph Dodt, Chef der Notfallmedizin der München Klinik, unter anderem, warum das Mantra „ambulant vor stationär“ die Sicherheit der Notfallpatienten gefährdet.

Autor

 Christina Schröder

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Kostenloser Newsletter

Abonnieren Sie unseren kostenlosen täglichen Klinik-Newsletter und erhalten Sie alle News bequem per E-Mail.

* Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Anmelden“ erkläre ich mich damit einverstanden, dass der Bibliomed-Verlag mir regelmäßig News aus der Gesundheitswirtschaft zusendet. Dieser Newsletter kann werbliche Informationen beinhalten. Die E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben. Meine Einwilligung kann ich jederzeit per Mail an info@bibliomed.de gegenüber dem Bibliomed-Verlag widerrufen. 

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich