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Klinikmarkt

Asklepios will Rhön-Klinikum übernehmen

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Der Krankenhauskonzern Asklepios will die Rhön Klinikum AG übernehmen. Dafür bündeln der Unternehmensgründer Eugen Münch und seine Frau sowie Asklepios ihre Anteile von zusammen fast 50 Prozent in einem gemeinsamen Joint Venture. Münch bringt demnach rund 7,6 Prozent der Rhön-Aktien darin ein. 12,4 Prozent der Rhön-Aktien verkauft er an Asklepios, welches diese zusammen mit den bereits gehaltenen Aktien in das Joint Venture gibt. Insgesamt kommen Münch und Asklepios nach Abschluss der Transaktion auf mindestens 49 Prozent der Rhön-Aktien, erklärt Asklepios in einer Mitteilung.

Zudem hat Asklepios allen übrigen Aktionären der Rhön Klinikum AG ein Übernahmeangebot in Höhe von 18 Euro je Aktie angekündigt. Gemeinsam streben die Partner nach Abschluss der Transaktion die Mehrheit der Stimmrechte an der Rhön Klinikum AG an. Diese soll auch nach der Übernahme ein eigenständiges Unternehmen bleiben. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung für das 2. Quartal 2020 erwartet. 

Asklepios ist momentan mit einem Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro der zweitgrößte Krankenhausträger in Deutschland (siehe auch neues f&w-Curacon-Klinikranking in der März-Ausgabe von f&w). Rhön rangiert mit 1,2 Milliarden Euro Umsatz auf Platz 5. Der größte Klinikkonzern Helios kommt derzeit auf 5,9 Milliarden Euro. 

Asklepios-CEO Kai Hankeln und Rhön-Gründer und Aufsichtsratschef Eugen Münch betonten in einer Pressekonferenz die Vorteile, die sich für beide Seiten daraus ergäben. Hankeln nannte das Campus-Projekt als wichtiges Thema. Zudem bringe Rhön mit dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg eine der in Forschung und Lehre bedeutenden Kliniken Deutschlands in den Asklepios-Verbund ein. Alle Standorte von Rhön sollen erhalten bleiben, sagte Hankeln.

„Wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen, um die Pattsituation im Eigentümerkreis von Rhön aufzulösen und dem Unternehmen damit einen wichtigen, neuen Impuls zu geben“, erklärte Münch. Die Zusammenarbeit mit Asklepios eröffne neue Möglichkeiten, die Ertragskraft und Leistungsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld nachhaltig zu stabilisieren. 

Münch selber soll auch in Zukunft eine zentrale Funktion bei Rhön ausüben. Auf Nachfrage äußerte Münch in der Pressekonferenz, dass dies eine Rolle im Aufsichtsrat werden könnte, dass er aber auch  neben dem Vorstand tätig sein könnte. 

Ob es im Vorstand von Rhön selbst Veränderungen geben wird, ließ Münch offen. „Im Grunde genommen ist von vorne herein niemand vorverurteilt, dass er gehen muss. Aber wir wollen ein Glaubensbekenntnis hören und sehen, wie es umgesetzt wird.“ 

Autor

 Florian Albert

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