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Orientierungswert

Digitale Medizin für mehr Effizienz und Menschlichkeit

  • Orientierungswerte

Das deutsche Gesundheitssystem steht am Scheideweg: Nach vielen Jahren voller Kassen zeichnet sich immer deutlicher ab, dass sich spätestens ab Mitte der 2020er-Jahre die Schere zwischen Gesundheitsausgaben und Beitragseinnahmen wieder in Richtung Defizit öffnen wird. Die wesentlichen Gründe dafür – die demographische Entwicklung der Gesellschaft und manche gesundheitspolitische Weichenstellungen – sind bekannt. Um in der Gesundheitsversorgung zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir ein umfassendes Struktur- und Investitionsprogramm - ein Bundesprojekt, das die medizinische Wissenschaft vor allem an den Universitätskliniken stärkt, vergleichbar mit Investitionen in die Bahn und deren Infrastruktur. Allerdings hilft es allein nicht weiter, nach der Politik zu rufen. Vielmehr sind alle Akteure im Gesundheitswesen aufgefordert, selbst nach Optimierungspotential im System zu suchen. 

Und dies gibt es zuhauf, denn im Gegensatz zur Industrie sind die Prozesse und Strukturen im Gesundheitswesen über Jahrzehnte fast unverändert geblieben. Das können wir uns nicht länger leisten: Wenn wir auch künftig gleichermaßen einen nicht kontingentierten, aber auch bezahlbaren Zugang zur medizinischen Versorgung anbieten wollen, brauchen wir einen neuen Denkansatz – das auf den Menschen fokussierte, aber gleichermaßen auch prozessoptimierte und digitalisierte Smart Hospital als transsektorale Steuerungsplattform für alle im Gesundheitssystem Tätigen. 

Es fungiert nicht nur als Ort der physischen Behandlung von Menschen, sondern zunehmend auch als breit vernetzte Steuerungs- und Datenplattform. Dazu gehören ambulante Versorgungsmodelle, Telemedizin und Telekonsile, aber auch die permanente Überwachung von Vitaldaten durch Wearables – alles Bereiche, in denen künftig Kliniken, niedergelassene Ärzte, Rehabilitationseinrichtungen und andere eng, sektorenübergreifend und barrierefrei zusammenarbeiten. Neben dieser Effizienzsteigerung für das Gesundheitssystem insgesamt reüssiert das Smart Hospital auch auf betriebswirtschaftlicher Ebene durch die Optimierung interner Prozesse. Dies betrifft etwa die Verkürzung von Wartezeiten, die Vermeidung von Doppeluntersuchungen, aber auch ein effizientes Management von Betten, medizinischen Geräten oder OP-Kapazitäten. Das alles spart nicht nur Geld, sondern bedeutet ein Mehr an Komfort für die Patienten, Entlastung der eigenen Mitarbeiter, aber auch Patientensicherheit.

Das Smart Hospital ist die zentrale, auf den Menschen fokussierte Steuerungseinheit sowie Treiber von Strukturveränderungen in der deutschen Gesundheitslandschaft. Und der Beweis, dass Humanität und Ökonomie Hand in Hand gehen. 

Autor

Prof. Dr. Jochen A. Werner

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