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Coronavirus

DKG verhandelt über Schutzschirm für Kliniken

  • Corona

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Die Zahl der Infizierten ist auf über 3.000 gestiegen und die Kliniken bereiten sich auf eine steigende Zahl von Corona-Patienten vor. Das fordert auch die Politik. Wie Bund und Länder die Kliniken dabei finanziell unterstützen, wird gerade ausgehandelt.

Wirtschaftliche Folgen der Krankenhäuser, so heißt es aus Regierungskreisen, sollen ausgeglichen werden. „Wir verlassen uns in diesem Zusammenhang darauf, dass der von der Bundeskanzlerin versprochene Schutzschirm für alle Krankenhäuser schnell und unkompliziert umgesetzt wird. Es muss jetzt alles Mögliche getan werden, um den Bestand und die Arbeitsfähigkeit der Kliniken zu erhalten“, fordert Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Die DKG steht in engem Kontakt zu Gesundheitsminister Jens Spahn. Die finanziellen Hilfen müssten unbürokratisch und schnell kommen erklärt Gaß, sonst sei die Liquidität der Kliniken in Gefahr. Es dürfe auf keinen Fall zu einem Klein-Klein zwischen einzelnen Kassen und Kliniken darüber kommen, welche Kosten wie erstattet werden.

Bereits am Donnerstag hatten sich Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn mit den Regierungschefs der Länder darauf geeinigt, dass planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe zu verschieben seien. Minister Spahn hat daraufhin alle Krankenhäuser in einem Brief dazu aufgerufen. Außerdem wolle man finanzielle Anreize zum Aufbau von Intensivkapazitäten schaffen, erklärte die Kanzlerin. Was alles als planbar gezählt wird und wie die Anreize konkret aussehen sollen, darum wird derzeit in Berlin gerungen. Schon am Mittwoch hatte Spahn angekündigt, dass der Bund knappe Schutzkleidung und Desinfektionsmittel beschaffen werde. Dafür wurden vom Finanzausschuss auch schon Mittel freigeben. Über die Verteilung will Spahn verhandeln, wenn es etwas zu verteilen gebe. 

Webseite zur Verfügbarkeit von Intensivbetten 

Die DKG hat bekannt gegeben, dass derzeit 497.000 Betten insgesamt, 28.000 Intensivbetten, 1.200 Intensivstationen und circa 50 Unterdruck-Zimmer zur Verfügung stehen. Jedes Krankenzimmer, das über eine eigene Nasszelle verfüge und in dem man eine vorhandene mit anderen Zimmern verbundene Lüftung abschalten kann, könne ein Isolierzimmer sein. Zusätzlich lassen sich Krankenzimmer mithilfe von Folie im Eingangsbereich ohne größeren Aufwand zu Schleusenzimmern umfunktionieren. Das ARDS-Netzwerk (ARDS: Acute respiratory distress syndrome) und die Fachgesellschaft DIVI wollen zusammen mit dem RKI in Kürze eine Webseite zur Meldung aller freien Intensivkapazitäten in Deutschland zur Verfügung stellen. Aktuell können Kliniken im ARDS-Netzwerk die vorhandenen Kapazitäten hier eingeben.

Bundesländer reagieren

Die Bundesländer regieren mittlerweile alle deutlich auf die Krise. Großveranstaltungen sind überall abgesagt, immer mehr Länder (Saarland, Bayern, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, Berlin), schließen auch Schulen und Kindergärten. Besonders betroffen von Corona sind bisher die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, die allein über die Hälfte der infizierten Personen melden. Italien ist in Europa vom Coronavirus am stärksten betroffen. Dort ist das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Die meisten Geschäfte haben geschlossen und die Landesgrenzen sind komplett abgeriegelt. Bislang sind mehr als 15.000 Menschen infiziert, außerdem gibt es mehr als 1.000 Tote.

Autor

 Jens Mau

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