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Coronavirus

RWI zeigt Empfehlungen zum Corona-Krisenmanagement auf

  • Corona

Das RWI will mit Empfehlungen für das Krisenmanagement aufzeigen, wie die Situation der Corona-Krise abgemildert werden kann. "Im Zentrum des Krisenmanagements stehen jetzt vor allem die Gesundheitsversorgung und der Versuch, dem akuten Anstieg der Neuerkrankungen durch das Unterbinden von Sozialkontakten die Spitze zu brechen", so RWI-Präsident Christoph M. Schmidt. 

Die Empfehlungen im einzelnen:

  1. "Nach Schweregraden bedarfsgerecht versorgen, keine Kapazitäten blockieren": Ärzte vor Ort müssen über die Art der Versorgung der Patienten entscheiden, die Versorgung müsse dem Bedarf angepasst werden. Dazu gehört die Bereitstellung von Intensivbetten mit Beatmungsgeräten sowie zusätzliche Überwachungs- und Beatmungskapazitäten für schwere, aber nicht intensivpflichtige Fälle.
  2. "Ausrüstungsreserven identifizieren, Produktion priorisieren, Zuteilung zentral koordinieren": Es sollen bestehende Reserven aktiviert werden, um die Krankenhäuser mit weiteren Beatmungsgeräten auszustatten. Die Bestandsaufnahme solle die Bundewehr und den Katastrophenschutz einbeziehen. Eine zentrale Koordination bei der Zuordnung der Beatmungsgeräte sei sinnvoll. 
  3. "Bürokratie vollständig aussetzen, verantwortungsvoll lokale Lösungen finden": Ärzte sollten ausschließlich anhand medizinischer Kriterien entscheiden können, wie und mit welchen Ressourcen die Patienten behandelt werden. Die Einhaltung arbeitszeitrechtlicher Vorgaben darf die Versorgung nicht behindern, sie solltne für das Krankenhauspersonal befristet ausgesetzt werden. 
  4. "Budgetsicherheit für Krankenhäuser gewährleisten": Geplante, nicht notwendige Eingriffe (Elektive Eingriffe) sollten verschoben werden. Um wirtschaftliche Einbußen zu verhindern, seien kurzfrstig liquditätsstützende Maßnahmen für Krankenhäuser nötig. Die entstanden Kosten für über Leasingfirmen eingesetztes Personal sollte in voller Höhe refinanziert werden. 
  5. "Ruhendes Personal aktivieren, Personalressourcen umlenken, Laienreserve ertüchtigen": Sämtliche Personalreservrn sollten aktiviert werden, um die Versorgungskapazität zu erhöhen. Dazu empfiehlt das RWI, Teilzeitkräfte zu Vollzeitkräften zu animieren, und Eltern aus der Elternzeit zu reaktivieren. Fachkräfte anderer Bereiche, Personal aus Rehakliniken sowie Medizinstudierende könnten unterstützend tätig sein. Denkbar sei zudem ein Freiwilligendienst.
  6. "Transparenz über lokale Ressourcen schaffen, Engpäsee frühzeitig identifizieren": Alle Leistungserbringer sollten eine zentrale Plattform nutzen, über die sämtliche Kapazitäten erfasst werden können. Dies gelte für Produkte, Intensiv- und Beatmungskapazitäten und Personal. Mit dem DIVI Intensivregister ist bereits heute eine Plattform an den Start gegangen, mit der freie Beatmungsplätze erfasst werden können. 
  7. "Keine Vollbremsung der Volkswirtschaft provozieren": Durch soziale Distanz kann ein akuter Anstieg der Neuerkrankungen hinausgezögert werden. "Aber weder lässt sich eine lang anhaltende Vollbremsung der Volkswirtschaft durchhalten, noch wäre ohne die Immunisierung der Bevölkerung ein dauerhaft stabiler Zustand erreicht", schreibt das RWI. Die Strategie der "langsamen Durchseuchung" der Bevölkerung müsse mit Schutzmaßnahmen für besonders gefährderte Bevölkerungsgruppen verbunden werden. 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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