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Corona-Tagebuch

"Müssen unser Ökosystem Reha-Klinik schützen"

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"Aufnahmestopp, sofortige Klinikschließungen aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls im entfernten Bekanntenkreis eines Mitarbeiters – wenn ich mich momentan umschaue, sind manche Entscheidungen derzeit eher aus der Panik heraus getroffen, denn vom gesunden Menschenverstand geleitet. Die Situation ist ernst und sie fordert uns alle, doch mit Hysterie ist meines Erachtens keinem geholfen.

Menschen brauchen Rehabilitation. Sie brauchen Anschlussheilbehandlungen an ihre OPs und Krankenhausaufenthalte, auch in diesen Zeiten. Deshalb gilt für uns in den Reha-Kliniken Küppelsmühle bis jetzt: Der stationäre Klinikbetrieb läuft uneingeschränkt weiter.

Dennoch müssen wir unser Ökosystem Reha-Klinik schützen. Seit Montag gilt daher ein absolutes Besuchsverbot. Neue Patienten müssen einen umfassenden Fragebogen ausfüllen und Rehabilitanden dürfen während ihres Aufenthaltes das Klinikgelände nicht mehr verlassen. Tun sie es dennoch, dürfen wir sie leider nicht weiter behandeln. Wir setzen momentan mehr auf Einzeltherapien. Das Personal behandelt ältere Patienten mit Mundschutz. Im Speisesaal wurde das Büffet-Angebot zurückgefahren, es gibt mehr verpackte Speisen. Im Grunde greifen die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen wie wir sie aus Zeiten des Noro-Virus kennen. Dennoch sagen uns Patienten für ihre Reha ab, weil sie durch die allgemeine Lage verunsichert sind. Wie sich die Belegungszahlen entwickeln werden, ist nicht abzusehen.

Was uns momentan sehr zu schaffen macht, ist der Mangel an Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Wir haben Bestellungen dafür seit zwei Monaten laufen, leider vergeblich. Wenn man der ganzen Krise überhaupt etwas Positives abgewinnen kann, dann dass sie zeigt, dass Reha-Einrichtungen wirklich gebraucht werden. Um Akuthäuser zu entlasten, sollen eventuell auch Reha-Kliniken leichte Fälle stationärer Patienten aufnehmen. Gerade heute morgen habe ich daher mit dem Amt für Katastrophenschutz telefoniert und angeboten, dass unsere Kliniken Patienten nach einer Corona-Infektion, bei denen noch Behandlungsbedarf besteht, aufnehmen könnten."  

Autor

 Georg Freund

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