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Hessische Kliniken fordern „nationalen Kraftakt für eine faire Krankenhausfinanzierung"

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Um die finanziellen Probleme der Krankenhäuser dauerhaft zu lösen, sei eine Reform des Systems der Klinikfinanzierung notwendig. „Hierzu brauchen wir jetzt einen nationalen Kraftakt.“ Dies sagte Dieter Bartsch, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG), anlässlich des Hessischen Krankenhaustags gestern in Darmstadt. Der Verband vertritt die Interessen der über 170 Akutkrankenhäuser im Land. Rund 73.000 Mitarbeiter sind in den Kliniken beschäftigt.

Im Fokus der Diskussionen standen die Gesundheitsversorgung und die Krankenhauspolitik nach den Wahlen. Neben der Finanzierung der medizinischen Versorgung beschäftigten sich die rund 250 Teilnehmer auch mit dem Thema Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

„Jede zweite Klinik schreibt in Deutschland inzwischen rote Zahlen, während die Kassen auf zweistelligen Milliardenbeträgen sitzen. Hier liegt ein schwerer Systemfehler vor“, erklärte Bartsch. Eine langfristige Überarbeitung des bestehenden Krankenhausfinanzierungsmodells auf Bundes- und Länderebene sei dringend notwendig.

Die größten Finanzierungsprobleme der Kliniken führt der HKG-Präsident auf die unzureichende Refinanzierung von Tariferhöhungen der Mitarbeiter in Pflege und Medizin zurück. Somit gehöre der Preisdeckel, der Kliniken dazu zwinge, weniger Personal zu beschäftigen, abgeschafft. „Wir brauchen eine Preissteigerung, mit der die unabwendbaren Kostensteigerungen der Krankenhäuser refinanzierbar werden“, sagte der Krankenhausexperte.

Die Erhöhung der Investitionsmittel sei notwendig, um medizinischen Fortschritt und eine moderne Medizintechnik sicher zu stellen. Hessische Krankenhäuser benötigten zusätzlich etwa 120 Millionen Euro pro Jahr appellierte Bartsch an die anwesenden Politiker, zu denen neben Hessens Sozialminister Stefan Grüttner auch die gesundheitspolitischen Sprecher der im Landtag vertretenen Fraktionen gehörten.

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