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BKG drängt auf ausreichende Finanzierung

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Der Vorsitzende der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) Franz Stumpf hat an die künftige Bundesregierung appelliert, die ausreichende Refinanzierung der steigenden Kosten leistungsfähiger Krankenhäuser sicherzustellen. „Wir erwarten nicht, dass die individuellen Kosten eines jeden Hauses gedeckt werden“, sagte Stumpf heute in seiner Rede vor der Mitgliederversammlung der BKG in München. Wenn aber „die Grundregel einer fairen Krankenhausfinanzierung weiterhin missachtet wird, werden wir eine Fortsetzung des unwürdigen Spiels erleben, dass die Krankenhäuser mit Protestaktionen und Hilferufen darum betteln müssen, einen Ausgleich für Lohn- und Sachkostensteigerungen zu erhalten.“

Hinsichtlich des Koalitionsvertrages von Union und SPD kritisierte die BKG heute zu „vage“ und „unbestimmt“ formulierte Aussagen zur Krankenhausfinanzierung. Insgesamt enthalte das Papier aber nicht nur Risiken und Fehleinschätzungen der Gesundheitspolitiker, sondern auch „Chancen“. So unterstützt die Gesellschaft unter anderem die Ankündigung der Qualitätsverbesserung der stationären Versorgung sowie das Vorhaben, künftig die Qualität der Krankenhausbehandlungen in einer einsehbaren Vergleichsliste darzustellen. Dies müsse jedoch „risikoadjustiert, unverfälscht und durch eine unabhängige Institution erfolgen“, so Stumpf.

Als „realitätsfremd“ beurteilt die BKG hingegen die geplante Einführung von Zu- und Abschlägen für gute, hohe, durchschnittliche und unterdurchschnittliche Qualität. Die Fachleute seien sich einig, dass eine sachgerechte Vergleichbarkeit eine hochkomplexe Angelegenheit sei und es derzeit dafür keine validen Daten gebe. „Hier war zu viel missionarischer Eifer und wenig Realitätssinn am Werk“, sagte Stumpf. Er rief dazu auf, in Sachen Qualitätsoffensive nicht nur die Krankenhäuser, sondern auch alle anderen Beteiligten mit einzubinden: „Wir halten nichts davon, wenn eine Qualitätsoffensive als Deckmantel für Preis- oder Standortpolitik der Krankenkassen missbraucht wird.“

BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein sprach sich anschließend für eine ausreichende Finanzierung der Personalkosten aus: „Der nicht zu bestreitende Zusammenhang zwischen unzureichender Finanzierung und Beeinträchtigung der Qualität fehlt mir in der aktuellen Diskussion gänzlich.“ Die im Koalitionsvertrag gemachten Aussagen zum Krankenhausbereich bezeichnete er als „durchwachsen“. Es komme aber darauf an, was man daraus mache. Dabei sei ausschlaggebend, wer künftig die Leitung des Gesundheitsministeriums übernehme.

Autor

 Johanna Kristen

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