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Neuer Minister verweist auf eigene Erfahrungen in der Altenpflege

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Der neue Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat im Interview mit der „Bild am Sonntag“ (BamS) auf eigene Erfahrungen in der Altenpflege verwiesen. Zwar sei er kein ausgewiesener Gesundheitsexperte, sagte Gröhe. „Aber ich habe in sieben Jahren als Vorsitzender des Diakonischen Werks in meiner Heimatstadt Neuss wichtige Erfahrungen in der Altenpflege, der Gemeindepsychiatrie und der Hospizarbeit gemacht.“ Im Ministerium stünden ihm nun „hervorragende Fachleute zur Verfügung“, sagte Gröhe weiter. „Meine Aufgabe als Minister besteht darin, politische Entscheidungen zu treffen, zu erläutern und durchzusetzen.“

Den Pflegenden zollte der Minister „größten Respekt“, der Beruf müsse attraktiver werden. „Im Koalitionsvertrag haben wir uns die kostenfreie Ausbildung vorgenommen, aber auch mehr Geld für Pflegeeinrichtungen.“ Dazu werde der Pflegeversicherungsbeitrag schrittweise um 0,5 Prozentpunkte angehoben.
Dem Geschäft mit Sterbehilfe erteilte Gröhe in der „Rheinischen Post“ eine Absage. „Ich wünsche mir, dass wir jede geschäftsmäßige Hilfe zur Selbsttötung unter Strafe stellen“, sagte der Minister. „Wir schulden Schwerstkranken und Sterbenden, aber auch ihren Angehörigen, bestmögliche Pflege und liebevolle Zuwendung“, betonte Gröhe. Dank des Einsatzes vieler Pflegekräfte, aber auch ehrenamtlicher Helfer in der Hospizarbeit erlebten viele Menschen ein würdiges Leben bis zuletzt. Vergangene Woche hatte sich auch Ex-SPD-Chef Franz Müntefering gegen einen zu laxen Umgang mit dem Thema Suizid ausgesprochen.

Gröhe will des Weiteren mehr Mediziner aufs Land locken. Er wolle mit den Wissenschaftsministern der Länder darüber sprechen, dass jungen Leute, die sich verpflichteten, eine Praxis im ländlichen Raum zu übernehmen, der Zugang zum Studium erleichtert werde, sagte er der BamS. „Dies könnte auch für diejenigen gelten, die ein freiwilliges soziales Jahr zum Beispiel im Rettungsdienst geleistet haben.“

Autor

Dr. Stephan Balling

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