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Konfessionelle Häuser führend in Geburtenstatistik

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Das Sankt-Joseph-Krankenhaus in Berlin-Tempelhof bleibt Deutschlands geburtenstärkste Klinik. In dem katholischen Krankenhaus wurden 2013 insgesamt 3.693 und damit 3,8 Prozent mehr Kinder als im Vorjahr geboren. Das berichtete gestern die Initiative Christliche Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) unter Berufung auf eine aktuelle Milupa-Geburten-Statistik. Diese verdeutliche, „dass konfessionelle Kliniken eine tragende Säule in der Geburtenhilfe sind“, sagte Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (KKVD). Unter den fünf geburtenreichsten Einrichtungen sei mit dem Hamburger Marienkrankenhaus noch eine weitere konfessionelle Klinik. Das hebe hervor, „wie wichtig christlichen Krankenhäusern die geburtshilfliche Versorgung trotz steigender finanzieller Belastungen etwa durch Haftpflichtprämien ist“, so Rümmelin weiter.

Die Anzahl der Geburtshilfe-Standorte ist insgesamt rückläufig. Laut Milupa-Erhebung reduzierte sich die Zahl von 800 (2012) auf etwa 760 (2013). Davon liegen 178 in den Händen von katholischen und 80 von evangelischen Trägern. Der Rückgang der Bettenkapazitäten in der Geburtshilfe um 47 Prozent spiegelt laut Statistischem Bundesamt unter anderem die rückläufige Geburtenentwicklung in der Bundesrepublik wider. Mit innovativen Ideen engagieren sich laut CKiD konfessionelle Träger auch dort, wo die geburtshilfliche Versorgung der Bevölkerung durch steigende Haftpflichtprämien und geringe Geburtenzahlen gefährdet ist. So hat die Diako Flensburg auf Sylt ein „Boarding Konzept“ entwickelt, um Unterkünfte für schwangere Frauen zur Verfügung zu stellen und trat dabei finanziell in Vorleistung. Ein privater Klinikbetreiber hatte die Geburtshilfe auf Sylt zu Beginn des Jahres geschlossen. Wegen verschärfter Anti-Korruptions-Regeln durfte die Klinik nicht mehr die Haftpflichtversicherung der externen Frauenärzte übernehmen. Auch in anderen Teilen Deutschlands hören deshalb Belegärzte auf.

DEKV Geschäftsführer Nobert Gross betont: „Die Finanzierung der Kosten für die extrem steigenden Haftpflichtprämien müssen zeitnah sichergestellt werden. Die CKiD als Initiative der konfessionellen Verbände wird dafür konkrete Vorschläge einbringen. Im DRG-System werden die Kosten sonst erst mit einer Verzögerung von zwei Jahren berücksichtigt.“ Es müsse im Interesse der Bevölkerung und der Politik liegen, geburtenfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen und aufrecht zu erhalten. Dazu gehöre die Sicherstellung einer wohnortnahen geburtshilflichen Versorgung, auch außerhalb von Ballungszentren.

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