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Deutsche Hochschulmedizin in der Forschung nicht spitze

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Deutschland besitzt leistungsfähige hochschulmedizinische Standorte, aber keiner davon nimmt eine internationale Spitzenposition ein wie etwa die USA, die Niederlande oder Kanada. Zu diesem Ergebnis kommt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem aktuellen Gutachten, das sie am Mittwoch vorstellten. Um die Hochschulmedizin in Deutschland zu stärken, sollte die Forschung räumlich deutlicher konzentriert werden. Die Nähe von Forschungseinrichtungen, Krankenhäusern und Unternehmen sei eine zentrale Voraussetzung für exzellente Forschung. Die EFI spricht sich daher nachdrücklich für eine regionale Konzentration und gegen eine weitere Fragmentierung der Forschungslandschaft aus.

Die EFI stellt weiter fest, dass die Hochschulklinika in Deutschland systembedingten Mehrbelastungen ausgesetzt seien, etwa durch die Ausbildung des Ärzte- und Forschernachwuchses und durch Extremkostenfälle. Diese würden durch das bestehende Vergütungssystem nicht angemessen kompensiert. „Es besteht daher die Gefahr“, so die Wissenschaftler, „dass die finanziell defizitäre Krankenversorgung in den Hochschulklinika durch Mittel subventioniert wird, die eigentlich für Forschung und Lehre bestimmt sind. Die Medizinforschung an den deutschen Standorten wird auf diese Weise gegenüber vergleichbaren Institutionen im Ausland benachteiligt.“ Zudem fordert die Expertenkommission, die Arbeitsbedingungen für Nachwuchswissenschaftler attraktiver zu gestalten.

Die EFI leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt regelmäßig Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor.

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