Tarifstreit

NRW-Streikwoche startet in Essen

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NRW-Streikwoche startet in Essen
© Getty Images/ollo

Zum Auftakt einer weiteren Streikwoche im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder haben am Montag Mitarbeitende des Uniklinikums Essen die Arbeit niedergelegt, wie die dpa berichtet. Am Donnerstag sollen weitere Warnstreiks – mit Kundgebungen und einer Großdemonstration vor dem Düsseldorfer Landtag – folgen. Die Warnstreiks sollen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, bevor es am Wochenende in die dritte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam geht. 

In Nordrhein-Westfalen werden am Donnerstag Beschäftigte der Unikliniken Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster in den Warnstreik treten. Außerdem wollen Mitarbeiter der Hochschulen, der Justiz, des Justizvollzugskrankenhauses Fröndenberg/Ruhr sowie der Landesverwaltung ihre Arbeit am selben Tag niederlegen. Für die Kundgebung vor dem NRW-Landtag werden der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Werneke und der Beamtenbund-Chef (dbb) Ulrich Silberbach als Redner erwartet. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen wird die Veranstaltung mit einer reduzierten Teilnehmerzahl stattfinden. 

„Die Streikenden haben in den letzten Wochen deutlich gemacht, dass die Blockadehaltung der Arbeitgeber nichts mit ihrer Lebenswirklichkeit zu tun hat“, kritisierte Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt gegenüber der dpa. Es grenze an „Kurzsichtigkeit“, wie die Arbeitgeber die außergewöhnlichen Leistungen im Gesundheitswesen ausblendeten. Ihnen fehle der Blick für Personalmangel, Belastungen und Leistungen am Limit.

Um die Patientenversorgung in den Unikliniken zu sichern, seien Notdienste vereinbart worden. Trotzdem rechnet die Essener Uniklinik an den vier Streiktagen mit Einschränkungen. Beispielsweise müsse aufgrund der hohen Belastungssituation auf den Intensivstationen die OP-Planung stark reduziert werden. Ebenso werde es bei ambulanten Behandlungen voraussichtlich Einschränkungen geben. 

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr. Im Gesundheitswesen soll die Bezahlung tabellenwirksam um 300 Euro pro Monat steigen, die Ausbildungsvergütungen um 100 Euro. 

Autor

 Anika Pfeiffer

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