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Urabstimmung über Streik in Brandenburg

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Urabstimmung über Streik in Brandenburg
© Pixabay/Wokandapix

Bis zum 5. Oktober läuft bei den Asklepios-Kliniken in Brandenburg eine Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. Hintergrund ist, dass das Unternehmen seit Monaten kein neues verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe, wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag zum Abschluss viertägiger Warnstreiks an den Kliniken Brandenburg/Havel, Lübben und Teupitz laut einer dpa-Meldung mitteilte.

Asklepios halte an seinem Vorschlag von Juni fest. Demnach wolle man je nach Berufsgruppe höhere Gehälter innerhalb der zweijährigen Laufzeit von bis zu 16 Prozent zahlen. Das Angebot liege damit auf Höhe anderer Haustarife von Brandenburger Kliniken. Die von Verdi geforderte Angleichung des Haustarifvertrags an den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVöD) lehnt das Unternehmen ab. Nach Berechnungen der Gewerkschaften entspreche das Angebot nur einer Gehaltssteigerung zwischen 5,3 und 8,5 Prozent. Hinzu käme eine einmalige Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.200 Euro, für die es aber ein Jahr lang keine Tarifsteigerung geben solle, so Verdi.

Wie rbb24 berichtet, werden seit April für die 1.450 Beschäftigten der Brandenburger Kliniken Tarifverhandlungen geführt. Nach Angaben der Gewerkschaft würden die Beschäftigten bis zu 10.600 Euro weniger pro Jahr verdienen als ihre Kollegen aus Hamburg. Die Brandenburger Mitarbeitenden wollen zu den gleichen Konditionen arbeiten und bezahlt werden und legten bereits im Juni und August in den drei Brandenburger Psychiatrie-Fachkliniken für jeweils zwei Tage ihre Arbeit nieder. 

Wenn bis zum Stichtag am 5. Oktober um 14 Uhr mindestens 75 Prozent der Gewerkschaftsmiglieder dafür stimmen, komme es zum unbefristeten Erzwingungsstreik. Wann dieser gegebenenfalls beginnen soll, werde am 5. Oktober entschieden. 

   

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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