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Pflegepersonal-Stärkungsgesetz

Reha-Kliniken üben Kritik

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Massive Kritik am Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) der Bundesregierung kommt jetzt auch aus der Rehabranche. Denn für Pflegekräfte in Rehakliniken soll nach aktuellem Stand kein zusätzliches Geld bereitgestellt werden. "Das PpSG des Bundesgesundheitsministeriums beinhaltet bislang ausschließlich Maßnahmen und  Finanzmittel  für  Akutkrankenhäuser  und Pflegeheime. Rehakliniken werden von der Politik zurzeit schlichtweg vergessen“, kritisiert Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe in Köln. Sie befürchte eine massive Abwerbewelle im umkämpften Markt um Pflegefachkräfte, wenn das Gesetzesvorhaben so umgesetzt wird. "Reha-Pfleger werden in den besser bezahlten Akut-Bereich abwandern, was ihnen auch keiner übel nehmen kann. Aber irgendwann werden Rehakliniken schließen müssen, weil sie wegen Personalmangel die Patientenversorgung nicht mehr aufrechterhalten können.“

Becker, zu deren Klinikgruppe neun Rehaeinrichtungen zählen, sucht nun den Dialog mit der Politik, um auf diesen Missstand hinzuweisen. Daher hat sie eine Gesprächs-Offensive gestartet. Wie die Klinikgruppe mitteilt, hat die geschäftsführende Gesellschafterin in den vergangenen vier Monaten bereits acht Gespräche mit Bundes- und Landtagsabgeordneten aller Fraktionen zum PpSG geführt. "Viele Politikerinnen und Politiker sehen sehr klar, was der Pflegemangel für unser Gesundheitssystem bedeutet und suchen engagiert nach Lösungen. Welche Auswirkungen der aktuelle Gesetzesentwurf auf den Rehasektor hat, war vielen gar nicht bewusst.“ So hätten bislang alle Abgeordneten versprochen, eine Verbesserung des Gesetzes zu unterstützen. Und auch der Bundesrat hat die Bundesregierung im September zu Nachbesserungen aufgerufen.

Ursula Becker hat deshalb auch ihre Klinikleitungen dazu aufgefordert, vermehrt in den Austausch mit Fachgesellschaften sowie Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu diesem Thema zu treten. Sie appelliere ferner an alle in der Branche, es ihr gleichzutun und Gespräche mit politisch Verantwortlichen zu suchen. "Der bisherige Austausch zeigt, dass wir noch die Chance haben, auf die aktuellen Schwächen des PpSG Einfluss zu nehmen. Hieran sollte jeder aus der Branche mitwirken.“

Wer sich an der Gesprächs-Offensive der Dr. Becker Klinikgruppe beteiligen möchte, kann dazu Gesprächsunterlagen herunterladen.

 

 

Autor

 Lena Reseck

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