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Orientierungswert von Boris Augurzky

Organspende: Club der Willigen

Organspende: Club der Willigen

  • News des Tages
  • 14.11.2018

Boris Augurzky

Als Organspender registriert sind in Deutschland zu wenige Personen. Als Organempfänger kommt dagegen jeder Bürger in Deutschland in Frage, ganz gleich ob er selbst als Organspender registriert ist oder nicht. Diese Asymmetrie ist offensichtlich eklatant und letztendlich die wesentliche Ursache für den Mangel an potenziellen Organen in Deutschland, verbunden mit langen Wartelisten für Menschen, die dringend ein Organ benötigen.

Dieser Mangel lässt sich nur beseitigen, wenn die Asymmetrie aufgehoben wird. Das heißt, dass entweder registrierte Organspender eine höhere Priorität bei der Zuteilung eines Organs erhalten oder umgekehrt alle Bürger zu potenziellen Organspendern werden. Das Argument, dass letzteres ein nicht-akzeptabler Eingriff in die persönliche Freiheit sei, kann man zwar gelten lassen. Wer aber so argumentiert, um den Status quo zu rechtfertigen, sollte sich im Gegenzug auch die Frage stellen, wieso der einzelne Bürger nicht die Freiheit hat, selbst zu entscheiden, wem er seine Organe spendet – zum Beispiel nur solchen Menschen, die selbst registrierte Spender sind und die ihn wiederum im Bedarfsfall ebenfalls Priorität geben würden.

Dass die Gründung eines solchen „Clubs der Willigen“ derzeit nicht möglich ist, ist ebenso ein massiver staatlicher Eingriff in die Freiheit des Einzelnen. Warum dann nicht einfach diesen Club der Willigen auf die gesamte Bevölkerung ausweiten mit der Option des Widerspruchs, wenn ein Bürger nicht dazu gehören möchte?

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