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BDPK-Nachruf Prof. Dr. Michael Philippi

Mach et joot ...

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  • 21.09.2018

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Ausgabe 10/2018

Seite 874

BDPK-Präsidentin Katharina Nebel und Michael Philippi

Prof. Dr. Michael Philippi, BDPK-Ehrenmitglied und ehemaliger BDPK-Vizepräsident, ist am 9. September 2018 unerwartet und viel zu früh im Alter von 61 Jahren verstorben. Die Nachricht über seinen plötzlichen Tod hat alle, die ihn kannten, tief erschüttert. Vorstand, Mitglieder, Landesverbände und Bundesgeschäftsstelle des BDPK sind fassungslos und traurig. Ein Nachruf.

Michael Philippi ist tot. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die schreckliche Nachricht am 10. September 2018 in der gut vernetzten Kliniklandschaft. Kollegen, Mitstreiter und Freunde reagieren bestürzt und betroffen.

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V. verliert mit Michael Philippi einen versierten Unternehmenslenker und Vordenker, der mit seiner gesundheitsökonomischen Expertise und seinem strategischen Verständnis maßgeblich an der Weiterentwicklung der deutschen Krankenhauslandschaft mitgewirkt hat. Von Anbeginn der Diskussion um die DRG war er einer der engagiertesten Befürworter der Einführung der Fallpauschalen. Dass unternehmerisches Handeln in Krankenhäusern der Garant für eine gute medizinische Patientenversorgung ist, war seine feste Überzeugung. Er machte sich stark für die Entwicklung von Qualitätskliniken.de als Initiative privater Krankenhausträger, einem Krankenhausvergleichsportal, auf dem sich die Patienten über die messbare Qualität von Krankenhäusern informieren können. Engagiert trat er für ein wettbewerblich ausgestaltetes Krankenhauswesen ein und wandte sich stets gegen staatliche Überregulierung.

Michael Philippi war der festen Überzeugung, dass private Krankenhausträger selbst stärker auf die Ausgestaltung der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen Einfluss nehmen müssen. Deshalb war es logisch, dass er zunächst auf der Ebene des Verbands der Privatkliniken in Nordrhein-Westfalen und auch von 2006 an im Vorstand des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken mitarbeitete.

Seine große Stärke war, zu integrieren, zu begeistern und voran zu gehen, weshalb er zum Vizepräsidenten des BDPK gewählt wurde. Verantwortung übernahm er auch bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft, bei der er von 2011 bis 2017 als Vizepräsident agierte. Nachdem er als Vorsitzender des Vorstands der Sana Kliniken AG ausstieg, verließ er im Sommer 2017 den Vorstand des BDPK und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit Begeisterung und voller Tatendrang widmete er sich seit Sommer 2018 einer neuen beruflichen Herausforderung als Vorsitzender der Geschäftsführung der Paracelsus Kliniken. „Die Begegnungen und Gespräche in dieser neuen Konstellation haben wir sehr genossen“, sagt Thomas Bublitz, BDPK-Hauptgeschäftsführer.

„Der BDPK hat Michael Philippi unendlich viel zu verdanken. Er hat fachkundig und voller Leidenschaft für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens und des Bundesverbands gearbeitet. Mit ihm verlieren wir einen wunderbaren Menschen und einen Denker und Lenker, der uns über Jahrzehnte und auch über sein Ausscheiden hinaus als Mentor, Freund und angenehmer Gesprächspartner zur Seite stand“, so Dr. Katharina Nebel, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken.

Unser Mitgefühl ist bei seiner Frau und seinen beiden Kindern, die ihm so viel bedeutet haben. „Mach et joot, lieber Michael, Du bleibst in unseren Gedanken und Herzen!“

Bundesverband Deutscher Privatkliniken

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