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Entlassmanagement

Die passende Reha-Klinik finden

Die passende Reha-Klinik finden

  • f&w
  • BDPK
  • 25.09.2018

f&w

Ausgabe 10/2018

Seite 943

Der Rahmenvertrag für das Entlassmanagement ist seit Oktober 2017 in Kraft. In vielen Krankenhäusern wurden Prozesse neu etabliert sowie bestehende Verfahren erfolgreich angepasst. Trotz optimierter und IT-gestützter Abläufe sind wichtige Schnittstellen in der Patientenversorgung große Zeit- und Kostenfresser. Hier hilft das Reha-Portal von Qualitätskliniken.de den Mitarbeitern im Entlassmanagement praxisnah.

Der Rahmenvertrag zum Entlassmanagement zwischen GKV-Spitzenverband, Deutscher Krankenhausgesellschaft und Kassenärztlicher Bundesvereinigung führte in vielen Kliniken zu großen Veränderungen in den Routineprozessen. Multidiszi­plinäre Teams sollen seit 1. Oktober 2017 frühzeitig den Bedarf jedes Patienten nach einer Anschlussversorgung ermitteln und rechtzeitig einleiten. Die verpflichtende Einführung standardisierter interner und sektorenübergreifender Entlassprozesse setzten die Kliniken sehr unterschiedlich um. Ein Teil führte bereits Erst-Assessments und Folge-Screenings ein, um die neuen Anforderungen zu erfüllen – teilweise digital, häufig aber herkömmlich mit Merkblättern und Checklisten auf Papier. Größere Einrichtungen bilden die Abläufe vorwiegend auf Basis des Krankenhausinformationssystems (KIS) ab, verbunden mit zum Teil hohen Kosten.

Vom Nutzen des Entlassmanagements sind alle Beteiligten überzeugt, dennoch stellen die zusätzlichen Aufgaben einen Mehraufwand für die Mitarbeiter dar. Besonders beim Übergang von Akutpatienten in die stationäre Reha steckt Verbesserungspotenzial. Im Fokus stehen die Auswahl eines geeigneten Leistungserbringers mit freien Ressourcen sowie die Übermittlung der notwendigen Patientendaten.

Mitarbeiter des Entlassmanagements oder des Sozialdienstes stehen dabei oft in einem Zielkonflikt: Die Patienten haben einen medizinisch indizierten Bedarf an einer zeitnahen stationären Reha-Maßnahme. Entsprechend der Indika­tion sowie im Sinne des Wunsch- und Wahlrechts des Patienten ist die geeignetste Klinik zu wählen und ein zeitnaher sowie reibungsloser Übergang sicherzustellen. Vor der Kontaktaufnahme zu dem entsprechenden Leistungserbringer ist eine Beantragung der Reha bei den Kostenträgern notwendig. Erst nach Bewilligung der vorgesehenen Reha-Klinik durch die Kostenträger erfolgt die konkrete Übergabe der Patienten in die Reha. Erscheint die von den Kostenträgern zugewiesene Klinik aus medizinischer Sicht nicht optimal oder wünscht der Patient die Berücksichtigung eines individuellen Vorschlags, wird nicht selten ein Widerspruchsverfahren eingeleitet. Diese Verzögerungen gehen mit einer verlangsamten Genesung der Patienten einher. Laut einer von Consus Clinicmanagement durchgeführten Online-Befragung unter Mitarbeitern aus 289 Akutkliniken sind fehlende Reha-Plätze (72 Prozent) ausschlaggebend für einen unnötig längeren Krankenhausaufenthalt. Ebenso gaben 65 Prozent der Befragten an, dass lange Wartezeiten bei den Zusagen von Kostenträgern ursächlich für längere Liegezeiten sowie höhere Kosten für die Krankenhäuser sind.

Hier hilft Qualitätskliniken.de: Patienten und medizinisches Fachpersonal finden in dem Portal kostenlos und schnell geeignete Reha-Einrichtungen. „Gerade erst haben wir die Suchfunktionen erweitert. Neben Krankheitsbildern, Kliniknamen und Ortsangaben können Nutzer nun direkt nach ICD-Codes im Feld ‚Krankheitsbild‘ suchen, was bei selteneren Krankheiten hilfreich ist. Die Suche basiert auf einem Abgleich der eingegebenen Indikation mit den in den Reha-Kliniken behandelten Fällen. Die Fallzahlen geben Rückschlüsse auf den Schwerpunkt und die Qualität einer Einrichtung“, sagt Annabelle Neudam, Leiterin des Reha-Portals. Ein gutes Entlassmanagement in Akuthäusern ist nicht nur gesetzlich verpflichtend. Es trägt vielmehr zu wirtschaftlicher Effizienz bei und ist für Patienten ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

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