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Der Bibliomed-Klinik-Stresstest

Der Bibliomed-Klinik-Stresstest

  • f&w
  • Politik
  • 25.01.2017

f&w

Ausgabe 11/2016

Seite 1020

Die Debatte über die Krankenhauslandschaft in Deutschland gewinnt an Fahrt. Wie viele Kliniken sind in Ballungsräumen nötig? Welche Einrichtungen sollen in welchem Umfang an der Notfallversorgung teilnehmen? Aber auch: Wie können sich Krankenhäuser strategisch positionieren und effizient aufstellen? Die Bibliomed-Redaktion will für diese Fragen objektives Datenmaterial bereitstellen. 

Die Redaktionen von f&w und BibliomedManager.de folgen seit jeher dem Anspruch, Entscheidern in den Krankenhäusern zu helfen, sinnvolle Prozesse und Strukturen zu schaffen. Neuerdings jedoch befindet sich die gesamte Gesundheitswirtschaft in einem revolutionären Wandel zu mehr Transparenz, neuem Qualitätsbewusstsein und einer datenbasierten Steuerung auf allen Ebenen. Krankenhäuser müssen sich mit anderen Einrichtungen messen und vergleichen lassen. Dieser Wandel birgt große Chancen. Er ermöglicht die schnelle, präzise und manchmal auch spielerische Informa-tion. Kliniken erhalten Auskunft über ihre Position im Wettbewerb.

Die Bibliomed-Redaktion wird künftig aussagekräftige Daten zum Krankenhausmarkt und einzelnen Häusern in klaren Formaten in diversen Publikationen und Formaten unter dem Titel „Bibliomed-Klinik-Stresstest“ veröffentlichen und mit Fachleuten diskutieren. Im Fachportal BibliomedManager.de können Krankenhausmanager sich anhand möglichst objektiver Benchmark-Daten vergleichen und Schlüsse ziehen für ihre Häuser. Die Verantwortlichen in der Versorgungssteuerung sollen auf dieser Basis sinnvolle Strukturen schaffen können. Im Fachmagazin f&w analysieren Redakteure, Praktiker und Wissenschaftler die online abrufbaren Daten. f&w wird den Stresstest von kommendem Jahr an in mehrfacher Form aufgreifen:

  • ein monatliches Stresstest-Ranking zu ausgewählten Kennzahlen auf Basis journalistisch aufbereiteter Kurzinterpretationen,
  • eine Benchmark-Schwerpunkt-Ausgabe, in der die Redaktion alle Themen durch die Benchmarking-Brille betrachtet (Februar 2017),
  • eine Benchmarking-Sonderausgabe, in der Dienstleister ihre Angebote und Methoden vorstellen (Sommer 2017)
  • und bereits jetzt: ein monatliches Kennzahlen-Interview unter dem Titel „Bilanzgespräch“ mit dem Finanzvorstand einer Gesundheitseinrichtung.

Für den Aufbau des Klinik-Stresstests mit seinem umfassenden Datenpool schließen Verlag und Redaktion mit Fachleuten und Expertenorganisationen strategische Partnerschaften. Krankenhäuser sollen die Möglichkeit erhalten, sich mit den Besten der Branche zu messen, eigene Schwächen zu identifizieren und Handlungsoptionen zu ergründen, damit sich die Einrichtung weiterentwickeln kann. Die Krankenhausplanung soll versorgungsrelevante Häuser identifizieren können. Der Bibliomed-Klinik-Stresstest fußt dazu auf vier Säulen: Versorgungssteuerung, betriebswirtschaftliche Eckdaten, Medizinstrategie und OP-Benchmark. Im Einzelnen:

1. Versorgungssteuerung

Auf Basis von Qualitätsberichten können die Nutzer für einzelne Fachbereiche beispielsweise Anfahrtswege analysieren oder die Frage beantworten: Welche Folgen hat es, wenn ein Krankenhaus schließt? Wohin wandern Patientenströme? Wie verteilen sich Strukturmerkmale im Bundesgebiet? Wie interagieren ambulante und stationäre Versorgungsstrukturen? Wie unterscheiden sich die Strukturen für planbare und elektive Leistungen? Diese erste Säule steht bereits online bereit. Sie wird sukzessive an Umfang und Funktionalität gewinnen.

2. Betriebswirtschaft

Hier werden Krankenhäuser auf Basis von Jahresabschlüssen verglichen. Filterinstrumente erlauben dabei Klassifikation beispielsweise nach Betten- und Mitarbeiterzahl. Die Ergebnisse sollen aber auch auf Trägergruppen oder Bundesland-Ebene heruntergebrochen werden können. Diese Säule wird im Laufe des Jahres 2017 geschaffen.

3. Medizinstrategie

Auch hier bilden die Qualitätsberichte der Krankenhäuser die Grundlage, aber auch § 21er-Daten können in anonymisierter Form zum Tragen kommen. Krankenhausmanager können die stationären und ambulanten Kapazitäten in ihrem Umkreis analysieren und überlegen, ob sie ihr Leistungsportfolio gegebenenfalls abspecken sollten.

4. OP-Benchmark

Mittels anonymisierter Krankenhaus-Daten bieten wir den Vergleich mit den Besten der Branche. Kliniken sollen auf diesem Weg eigene Effizienzpotenziale entdecken können. Die Stichworte lauten etwa Auslastung oder Zeitabstände.

Beide Elemente – Medizinstrategie und OP-Vergleich – befinden sich aktuell im Aufbau und sollen im Frühjahr 2017 freigeschaltet werden. Die Redaktion wird somit auf wachsender Datenbasis ständig neue Debatten führen, die für das Gesundheitsmanagement von herausragender Bedeutung sein werden.

Abonnenten von BibliomedManager.de können frei auf alle Tools zugreifen. Berater und Anbieter webbasierter Tools sind herzlich eingeladen, sich mit ihrem Analyse-Know-how an den Debatten zu beteiligen. So wird auch das 16. Nationale DRG-Forum am 23. und 24. März 2017 in Berlin im Zeichen von Klinik-Stresstest und Benchmarking stehen. Mehr als 1.300 Teilnehmer erwartet der Verlag im kommenden Jahr. Aussteller können dort ihre Analyse-Tools präsentieren, Goldpartner über ihre Analyse-Methoden referieren. Zumal: 2017 wird das Spektrum des Kongresses erweitert um das 1. Nationale Reha-Forum. Verlag und Redaktion freuen sich auf die Entscheider des Klinikwesens im März.

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