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Vordenkerin 2019

„Meine primäre Motivation ist es, Menschen zu helfen“

„Meine primäre Motivation ist es, Menschen zu helfen“

  • f&w
  • Sonderausgabe DRG
  • 16.04.2019

f&w Beilage

Ausgabe 4/2019

Seite 34

Dr. Iris Hauth ist Past President der DGPPN, Ärztliche Direktorin und Regionalgeschäftsführerin des Zentrums für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee.

Dr. Iris Hauth ist Vordenkerin des Jahres 2019. Die Regionalgeschäftsführerin des Alexianer St. Joseph- Krankenhaus Berlin-Weißensee verkörpert Innovationsgeist, unternehmerisches Denken und ethisch-medizinische Haltung. „Sie verbindet dies wie niemand sonst im deutschen Gesundheitswesen mit dem Anspruch, die Versorgung von Patienten mit psychischer Erkrankung zu gestalten und übernimmt maßgebliche Verantwortung in Fachgesellschaften und Gremien“, bergündete die Jury ihre Entscheidung. Im Interview spricht Hauth über Erfolge und Herausforderungen, ihre Motivation und ihren Glauben.

Frau Dr. Hauth, 800.000 Patienten werden pro Jahr in psychiatrischen Kliniken behandelt. Die Kosten, die im Gesundheitswesen durch psychische Erkrankungen entstehen, liegen bei über 44 Milliarden Euro. Wie krank ist Deutschland, und wie wird es gesund?

Psychische Erkrankungen zählen in der Tat mittlerweile zu den Volkserkrankungen. Aber das ist nicht nur in Deutschland, sondern in allen Industriestaaten so. Und in Deutschland hat sich seit 1998, als der erste Gesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts erstellt wurde, bis 2012 an der Prävalenz psychischer Erkrankungen nichts geändert. Was sich aber geändert hat, ist, dass sich viel mehr Menschen Hilfe suchen: beim Hausarzt und beim Ärztlichen oder Psychologischen Psychotherapeuten oder beim Facharzt und in den Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie. Man könnte dies auch als Beleg dafür sehen, dass Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abgebaut werden und sich die Betroffenen rechtzeitig Hilfe holen.

Die Fallzahlen im ambulanten und stationären Bereich steigen. Sie plädieren deshalb unter anderem im Rahmen Ihrer Vorstandstätigkeit bei der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) für neue Versorgungsformen. Was muss sich grundlegend an der Versorgungsstruktur ändern?

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nur dann auf Dauer eine leitliniengerechte Qualität halten und flächendeckend ausrollen können, wenn wir das gute Angebot in Deutschland effizienter koordinieren. In der Region muss es eine verbindliche Kooperation zwischen ambulanten und stationären Leistungserbringern aus dem SGB-V-Bereich und anderen Angeboten zur Teilhabe geben.

Warum ist der regionale Ansatz so wichtig?

Für psychisch erkrankte Menschen sind niederschwellige Angebote wichtig, die ohne Wartezeit zur Verfügung stehen. Zu wissen: Da kann ich jederzeit hingehen, wenn es mir schlecht geht. Außerdem ist es im therapeutischen Prozess bedeutend, die Umgebung, das Umfeld, die Familie und möglicherweise den Arbeitgeber mit einzubeziehen. Die Psychiatrie-Enquête-Kommission hat schon 1975 gefordert, dass auf regionaler Ebene ambulante und stationäre Angebote enger vernetzt werden. Und erst im vergangenen Jahr hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen eine verbindliche Kooperation in der Region gefordert – mit einer Lotsenfunktion für die Patienten. Wie wir dieses kooperative Zusammenarbeiten hinbekommen, das ist die Frage, die wir in den nächsten Jahren beantworten müssen. Dazu gehört, neben weiteren gesetzgeberischen Tools, auch die bisherigen weiterzuentwickeln – also integrierte Versorgungsverträge oder §-64-b-Modellprojekte in den Kliniken (Modellvorhaben zur Versorgung psychisch kranker Menschen, Anm. d. Red.). Der Gesetzgeber sollte an dieser Stelle Verpflichtungen und Anreize schaffen.

Warum nutzen die Leistungsträger die bisherigen Möglichkeiten noch nicht so umfassend?

Bei der Integrierten Versorgung gab es gute Projekte, manche wurden verstetigt. Aber viele haben für den Kostenträger nicht den erhofften Sparerfolg gebracht und sind eingestellt worden. Oft waren es auch nur Selektivverträge, von denen nur wenige Patienten profitierten. Aber ich glaube auch, dass Klinikbetreiber, niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten im Moment noch keinen Anreiz haben, um aus ihrem Kontext herauszutreten und sich zu vernetzen. Deshalb müssen Anreize und Koordinierungszwänge geschaffen werden.

Gibt es Projekte, die Sie umsetzen würden, aber nicht können, weil es Hürden gibt?

Das Problem für alle Leistungserbringer, ambulant wie stationär, ist neben der Vielfalt der Angebote die fraktionierte Finanzierung direkt durch die Krankenkassen, über die KV und durch die verschiedenen Kostenträger anderer Sozialgesetzbücher. Jeder versucht, in seinem Sektor gute Leistungen zu erbringen und die Erlöse zu optimieren. Ganz wichtig ist aber auch die intersektorale Kommunikation. Und da kommt ins Spiel, was mich schon seit langer Zeit beschäftigt: Wie kann man mit internetbasierten Plattformen sowohl auf der ambulanten Ebene als auch zwischen ambulanter und stationärer Ebene die Kommunikation verbessern? Wie lässt sie sich schnittstellenfreier und schneller machen, um einen Versorgungspfad für die Patienten zu schaffen: von einer niederschwellig ambulanten über eine komplexere ambulante bis zu einer stationären Versorgung.

Gibt es da schon Erfolge?

Es gibt einige wenige Projekte. Zum Beispiel hat die Universitätsklinik Hamburg eine großartige Plattform entwickelt, die eine intersektorale Kommunikation und Dokumentation möglich macht. Das ist ein Projekt, das wir auch vonseiten der DGPPN unterstützen. Dabei haben Patienten die Möglichkeit, miteinander zu chatten und mit den Therapeuten in Kontakt zu treten. Es lassen sich Videosprechstunden umsetzen und internetbasierte Psychotherapieprogramme unter Begleitung eines Therapeuten durchführen.

Wie helfen zusätzliche digitale Angebote wie dieses in der Versorgung weiter?

Wir können dadurch Menschen erreichen, die wir bisher nicht erreicht haben: weil sie Angst haben, zum Psychiater zu gehen, weil sie keine Zeit haben oder weil sie aus Regionen kommen, in denen es kaum Psychiater und ärztliche und psychologische Psychotherapeuten gibt. Natürlich muss es auch weiterhin zunächst einen Face-to-Face-Kontakt geben. Dabei findet die Diagnostik statt, in deren Rahmen sichergestellt wird, dass es keine körperlichen Ursachen für die psychische Erkrankung gibt. Aber danach kann der Patient auch mit einem Internetprogramm verhaltenstherapeutische Interventionen erhalten. In gewissen Abständen sollten natürlich wieder persönliche Face-to-Face-Psychotherapien erfolgen. Internetbasierte Interventionen stärken bei Patienten, die diesen Weg wählen, in der Regel das Selbstwertgefühl und die Selbstwirksamkeit.

Wir hatten bereits das Thema Finanzen gestreift. Die Finanzierung für den Bereich der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ist derzeit im Wandel. Wo werden wir in ein, zwei Jahren stehen?

Die Finanzierung der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Psychosomatik und Psychotherapie ist durch das PsychVVG-Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen, das zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist und ein Hybrid zwischen tagespauschalierten Entgelten und individuellen Budgets darstellt, deutlich im Wandel. Derzeit steht die Aufgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Fokus: Er muss für die Zeit ab 2020, nach Ablösung der Psychiatrie-Personalverordnung, eine Richtlinie entwerfen, die die Personalausstattung der psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken festlegt. Die Personalausstattung soll sich an dem aktuellen Stand der Wissenschaft orientieren und leitliniengerechtes Behandeln ermöglichen. Da tut sich der G-BA im Moment sehr schwer. Die Fachgesellschaften und Fachverbände sind zurzeit dabei, ein Modell zu entwickeln, das wir für zukunftsträchtig halten, weil es vom Bedarf des Patienten ausgeht: vom psychiatrisch und psychotherapeutischen, vom somatischen und sozialen Bedarf. Es kann außerdem sehr individuell angepasst werden: sowohl für das stationäre als auch das teilstationäre, ambulante und stationsäquivalente Setting. Wir hoffen, dass das Modell in der Selbstverwaltung auf Zuspruch stößt.

Sie sehen das PEPP-Entgeltsystem sehr kritisch. Was stört Sie genau daran?

Das Pauschalierende Entgeltsystem Psychotherapie und Psychosomatik (PEPP) löst die historisch verhandelten tagesgleichen Pflegesätze ab. Aufgrund von Patientenmerkmalen werden aufwandshomogene Gruppen für die tagesbezogene Kostenkalkulation eingeführt. Das Ziel des Gesetzgebers war es, ein transparentes und leistungsgerechtes Vergütungssystem zu schaffen, was grundsätzlich zu befürworten ist. Ein nicht gelöstes Problem ist die Dokumentation der Leistungen am Patienten, die sich im Rahmen von OPS kaum darstellen lassen. Wesentliche therapeutische Grundlagen wie die Milieutherapie, viele  strukturierende Kurzkontakte können nicht abgebildet werden. Trotzdem hat sich eine kleinteilige Dokumentation entwickelt, die dazu führt, dass Ärzte, Pflegekräfte und Co-Therapeuten 20 bis 30 Prozent ihres Tages dokumentieren. Dies ist wertvolle Zeit, die von der Arbeit mit dem Patienten abgeht – und der Hauptfaktor in der Psychiatrie und Psychotherapie besteht darin, Zeit für den Patienten zu haben, Vertrauen aufzubauen, ihn zu begleiten. Dazu gehören auch psychosoziale Interventionen und Psychotherapie.

Bei den Alexianern stehen Sie als Ärztliche Direktorin und Regionalgeschäftsführerin vor der Herausforderung, die medizinischen und ökonomischen Anforderungen in Einklang zu bringen. Was hat Sie bewegt, auch kaufmännische Aufgaben zu übernehmen? Haben Sie gesehen, dass man in dem System als Ärztin an Grenzen stößt?

Meine primäre Motivation ist es, Menschen zu helfen. Ich finde es aber auch wichtig, dass Ärzte sehen, dass wir uns in einem Umfeld mit begrenzten Ressourcen bewegen und im Wettbewerb stehen. Wer auf Dauer Qualität erzielen will, muss auch den ökonomischen Bereich im Blick haben. Es gehört dazu, Prozesse zu optimieren und Ausgaben im Sachkostenbereich zu reduzieren – um dadurch genügend Freiräume zu gewinnen, damit die Patienten gutes therapeutisches Personal für ihre Behandlung vorfinden. Insofern finde ich es ganz entscheidend, dass Ärzte auch eine grundökonomische Orientierung haben. Umgekehrt finde ich auch, dass sich Manager ein Stück weit in der Medizin auskennen sollten. Dies zu vereinen – mein Haus fachlich weiterzuentwickeln und die ökonomische Verantwortung zu haben – reizt mich.

Sie leiten eine gemeinnützige GmbH, die zum Verbund der Alexianer gehört, einer katholischen Brüdergemeinschaft: Welche Rolle spielen Religiosität und Spiritualität für Sie?

Als gläubige Christin fühle ich mich von Gott in all meinem Tun behütet und vor ihm verantwortlich. Das schützt einen Menschen in einer Leitungsfunktion vor Hybris und Allmachtsphantasien. Zu wissen: Ich kann und muss viel tun, aber ich habe nicht alles in der Hand. Es gibt noch eine Kraft, die größer ist als ich. Auch im Umgang mit meinen Patienten und meinen Mitarbeitern hilft mir die christliche Haltung: zu wissen, jeder Mensch ist von Gott gewollt und ein Abbild Gottes und damit etwas sehr Wertvolles. Das macht es für mich manchmal einfacher, mit schwierigen Patienten und Mitarbeiterneinfühlsam und sensibel umzugehen.

Hilft das auch, in der Männerszene von Kirchen und Krankenhäusern zu bestehen und sich durchzusetzen?

Ich glaube, in der Männerszene ist es wichtig, kenntnisreich und leistungsorientiert zu sein und damit auch nicht hinterm Berg zu halten. Es gibt da so einen netten Spruch: Männer merken erst ganz spät, was sie nicht können. Frauen merken in der Regel erst ganz spät, was sie können. Ich kann Kolleginnen immer nur ermutigen zu sagen: Greift zu, wenn sich Gelegenheiten ergeben! Macht eine Karriereplanung! Habt im Hinterkopf: Yes, I can! Und auf der anderen Seite auch den Konflikt nicht zu scheuen und an manchen Stellen zu sagen: Nein, das geht gar nicht. Also auch die Auseinandersetzung zu suchen. Ich glaube, diese Eigenschaften haben mir geholfen, mich durchzusetzen.

Warum sollten Frauen so agieren wie Männer? Wäre es nicht besser, die Strukturen so zu ändern, dass die Eigenschaften von Frauen leichter zum Tragen kommen?

Ich glaube, dass es für Frauen wichtig ist, einerseits die Eigenschaften, die Frauen zugeschrieben werden, aufrechtzuerhalten: also gerne im Team zu arbeiten, Emotionales nicht zu vernachlässigen. Andererseits finde ich es wichtig, dass sie auch rechtzeitig lernen, was stereotypisch Männer ausmacht: sich durchzusetzen, abzugrenzen, zuzugreifen. Beides zusammen führt zum Erfolg.

Im vergangenen Jahr ist Ihr Buch „Keine Angst!“ erschienen. Darin informieren Sie über die beiden häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland, die Depression und Angststörung. Was hat Sie bewogen, das Buch zu schreiben?

Der Verlag war mit der Idee auf mich zugekommen, ein Buch aus der Sicht einer Psychiaterin zu schreiben. Das Buch informiert sehr ausführlich über leitliniengerechte Diagnostik und Behandlung von Angst und Depressionen. Es geht aber auch um das Thema der gestressten Gesellschaft. Dazu gehört die Frage, was jeder selbst tun kann, um seine seelische Balance zu halten. Auch so kontroverse Themen wie Zwangsbehandlungen spielen eine Rolle. Es ist ein sehr persönliches Buch, mit dem ich informieren, aber auch entängstigen möchte. Ich will damit zeigen, wie heute die Behandlung in einer psychiatrischen Klinik aussieht. Denn das Bild davon ist noch immer mit vielen Vorurteilen behaftet.

Auch Führungskräfte mit einem sehr vollen Terminkalender können Gefahr laufen, psychisch zu erkranken, wenn sie nicht auf sich achten. Wie schützen Sie sich davor, in solch eine Situation zu kommen?

Bei der Bewältigung der Arbeit ist es mir wichtig, teamorientiert zu agieren, Vertrauen in die Mitarbeiter zu haben und klar zu delegieren. Das entlastet. Außerdem versuche ich, diszipliniert zu sein und mir regelmäßig Freiräume ohne Handy und E-Mail zu schaffen. In der Regel gelingt es mir auch, die Wochenenden für den privaten Bereich zu reservieren. Für Familie, Freunde, Sport und Kultur.

Frau Dr. Hauth, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Das Interview führten Dr. Stephan Balling und Hendrik Bensch.

  

Die Begründung der Jury

Dr. Iris Hauth verkörpert Innovationsgeist, unternehmerisches Denken und ethisch-medizinische Haltung. Sie verbindet dies wie niemand sonst im deutschen Gesundheitswesen mit dem Anspruch, die Versorgung von Patienten mit psychischer Erkrankung zu gestalten und übernimmt maßgebliche Verantwortung in Fachgesellschaften und Gremien. Zugleich wendet sie sich an ein breites öffentliches Publikum, um das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu stärken und Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Kriterien im Einzelnen

Innovationsgeist

Sowohl in der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) als auch in ihrem unmittelbaren Verantwortungsbereich als Regionalgeschäftsführerin und Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee zeigt Dr. Iris Hauth neue Wege auf, um Patienten mit psychischen Erkrankungen zu behandeln. Insbesondere das Thema internetbasierte Psychotherapie treibt sie dabei voran. Des Weiteren hat Dr. Iris Hauth frühzeitig das Thema Pflege und Pflegequalität erkannt. Zehn bis 15 Prozent der Pflegekräfte in ihrem Haus haben eine akademische Ausbildung. So sollen wissenschaftliche Daten über die Ergebnisqualität von Behandlungen generiert werden und zugleich den Weg ans Krankenbett finden. Anhand von Kompetenzstufen übernehmen die Mitarbeiter Aufgaben, die ihrer Qualifikation entsprechen.

Betriebswirtschaftliche Vernunft

Unter Führung von Dr. Iris Hauth ist das Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee frühzeitig an der Entwicklung des neuen Pauschalierenden Entgeltsystems Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) als Options- und Kalkulationshaus beteiligt gewesen. Als Trägerin der kaufmännischen und der medizinischen Verantwortung hat die Preisträgerin dabei aber auch in der Öffentlichkeit und auf Fachtagungen auf Schwachstellen des Systems hingewiesen und insbesondere vor zu hohen Dokumentationszwängen gewarnt. Aktuell moderiert sie eine Fachgesellschafts- und Verbändeplattform, die ein zukunftsweisendes Konzept für die Personalausstattung erarbeitet. Besonders wichtig ist ihr die Weiterentwicklung des Versorgungssystems für psychisch erkrankte Menschen im Sinne einer sektorenübergreifenden verbindlichen Kooperation auf regionaler Ebene.

Soziale und ethische Verantwortung

Dr. Iris Hauth bringt sich nicht nur an vorderster Stelle in die politische Debatte ein und trägt so maßgeblich dazu bei, psychische Erkrankungen zu enttabuisieren. Sie widmet sich nach wie vor auch ihren Patienten. Ihre Erfahrungen berichtete sie einer breiten Öffentlichkeit in ihrem Buch „Keine Angst“. Der Krankenhausmanager Reinhard Belling schreibt in seiner Rezension des Buches: „Dr. Iris Hauth findet leicht verständliche Sätze und bleibt auf Augenhöhe mit ihren Lesern – seien es Betroffene, Angehörige oder interessierte Laien. Sie erklärt, ohne zu belehren. Sie öffnet Türen zu stigmatisierten Themen – seien es Suizid, Elektrokrampftherapie oder der manchmal schwierige Weg zur passenden Medikation – und sie vermag es, Ängste und Vorurteile abzubauen.“

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