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Frankreich: Sarkozy verlangt Publikation der Mortalitätsrate

Frankreich: Sarkozy verlangt Publikation der Mortalitätsrate

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  • 01.05.2008

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verlangt von allen Gesundheitseinrichtungen des Landes mehr Transparenz in Qualitätsfragen. Jede Gesundheitseinrichtung soll künftig verpflichtet sein, seine Mortalitätsrate und seine Rate an nosokomialen Infektionen zu veröffentlichen.

Dies wird Teil eines Gesetzesvorhabens unter dem Titel „Hôpital, patient, santé et territoires" sein, schreibt die französische Tageszeitung „Le Figaro". Aus dem Elysée-Palast hieß es, es gehe nicht um eine Klassifizierung der besten Häuser, sondern vor allem darum, den Finger in die Wunde der schlechtesten Resultate zu legen. Es verstehe sich von selbst, dass entsprechende Methoden entwickelt werden sollen, um das unterschiedliche Risikopotenzial der verschiedenen Patientengruppen zu berücksichtigen. Es gehe nicht darum, Häuser zu vergleichen, die nicht vergleichbar seien. Aber der Patient sollte informiert sein.

Sarkozy hat der Gesundheitspolitik einen Stellenwert eingeräumt, wie kein Präsident zuvor, denn die Herausforderungen sind in Frankreich dieselben wie in anderen Ländern, obschon dort die demografische Entwicklung mit 1,8 Kindern je Frau weit weniger dramatisch verläuft als in Deutschland (etwa 1,3 Kinder je Frau). Gegenwärtig wenden die Franzosen – ähnlich wie die Deutschen – zwölf Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes oder 200 Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung auf. Binnen 20 Jahren wird der Anteil auf 15 Prozent gestiegen sein. Sarkozy sagte, die Franzosen haben das Recht, in der Gesundheitsversorgung ein Niveau der Qualität und der Sicherheit zu verlangen, das über dem der Autos und Flugzeuge liegt. Die Gesundheit habe ihren Preis. Diese Kosten seien überlegt abzuwägen und gerecht zu verteilen. „Wenn wir ein allgemein und solidarisch finanziertes System erhalten wollen", erfordere dies die größtmögliche Ökonomie. Zugleich lobte der Präsident die Pflegenden und die Ärzte. Die Franzosen könnten stolz sein auf deren Ausbildung und deren Hingabe im Dienst an den Kranken.  

Cpm

 f&w 5/2008, Seite 458

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