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Doppel-Nachweis des internen QM entfällt

Doppel-Nachweis des internen QM entfällt

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  • BDPK
  • 10.05.2019

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Ausgabe 5/2019

Seite 455

Für Reha- und Vorsorge-Einrichtungen wird die Sicherstellung einer bedarfsgerechten, qualifizierten und wirksamen Versorgung durch die externe Qualitätssicherung (QS) und das richtungsinterne Qualitätsmanagement (QM) unterstützt. Sie sind wichtige Grundlage für einen qualitätsorientierten Wettbewerb, dürfen aber keinen unnötigen Aufwand für die Einrichtungen verursachen.

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) und seine Mitgliedseinrichtungen fördern in diesem Sinne engagiert entsprechende Maßnahmen und Initiativen. Gleichzeitig gilt es den bürokratischen Aufwand gering zu halten und die Ressourcen in den Reha- und Vorsorgeeinrichtungen zu schonen, damit QS und QM auch tatsächlich einer guten Patientenversorgung dienen.

Im Bereich des Qualitätsmanagements wurde vom Gemeinsamen Ausschuss (GA) der Vertragspartner nach § 137 d SGB V im März eine sinnvolle Entscheidung zur Vereinfachung des QM-Nachweises getroffen. Ambulante Reha- und stationäre Vorsorgeeinrichtungen müssen ihr internes QM gegenüber den Krankenkassen nun nicht mehr separat nachweisen, sofern dies bereits über die Teilnahme an der externen Qualitätssicherung erfolgt ist.

Gesetzliche Grundlagen zum QM

Medizinische Vorsorge und Rehakliniken sind verpflichtet, ein einrichtungsinternes QM einzuführen und weiterzuentwickeln (§ 135a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB V). Stationäre Rehaeinrichtungen müssen ihr internes QM darüber hinaus zertifizieren lassen (sogenannte BAR-Zertifikate). Für ambulante Reha- und stationäre Vorsorgeeinrichtungen regelt die Vereinbarung zu § 137d SGB V vom Juni 2008, dass zum Nachweis der Implementierung und Durchführung eines einrichtungsinternen QM alle drei Jahre eine schriftliche Selbstbewertung bezüglich der Anforderungen an das einrichtungsinterne QM durchgeführt werden muss.

Die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) einigten sich darauf, dass für diesen Nachweis das „Hauptbelegerprinzip“ gilt. Somit muss der Nachweis des internen QM nur von Einrichtungen erbracht werden, die durch die GKV hauptbelegt sind. Ein BAR-Zertifikat ersetzt dabei die Verpflichtung zur schriftlichen Selbstbewertung. Die Nachweise (Selbstbewertung oder anerkanntes QM-Zertifikat) mussten erstmalig im Jahr 2014, zwei Jahre nach Veröffentlichung dieser Vorgaben und Bereitstellung der Dokumentationsvorlagen durch den GA, den Vertragsparteien der GKV zur Verfügung gestellt werden.

Mit Beschluss des GA vom 19. März müssen ambulante Reha- und stationäre Vorsorgeeinrichtungen, die entweder am QS-Reha®-Verfahren oder am QS-Programm der DRV teilnehmen und in diesem Rahmen ihr internes QM nachweisen, nun keine separaten Belege ihres QMs bei den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen mehr vorlegen. Einrichtungen, die den Nachweis ihres internen QMs nicht in diesem Zusammenhang erbringen, werden von ihrer federführenden Krankenkasse wie gewohnt aufgefordert, ihr QM über ein BAR-Zertifikat oder eine Selbstbewertung nachzuweisen. Damit die Strukturerhebungen des QS-Reha®-Verfahrens und die Nachweise des internen QM von ambulanten Reha- und stationären Vorsorgeeinrichtungen im gleichen Kalenderjahr durchgeführt werden können, hat der GA zudem beschlossen, den im Jahr 2020 anstehenden Nachweiszeitraum für die QM-Selbstbewertung auf das Jahr 2021 zu verschieben.

Unterstützung im QM durch das IQMG

Das Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG), ein Tochterunternehmen des BDPK, berät Einrichtungen in Fragen der Qualitätssicherung und des QM. Es bietet mit Seminaren und Qualitätstagungen vielfältige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten. Mit dem exzellenzorientierten IQMP-Reha und dem effizienten IQMP-kompakt bietet das IQMG zwei von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR e.V.) anerkannte interne QM-Verfahren an. Weitere Informationen stehen auf der IQMG-Website unter www.iqmg-berlin.de bereit.

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