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Einstellungsgespräch mit Thomas Kräh

Nicht unter Wert verkaufen

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  • Management
  • 01.05.2019

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Ausgabe 5/2019

Seite 451

Thomas A. Kräh ist seit 2012 Geschäftsführer der Medius Kliniken.

Einstellungsgespräch mit Thomas Kräh, Geschäftsführer der Medius-Kliniken

Wie lief Ihr erstes Einstellungsgespräch?

Ich bin seit 1992 im Gesundheitswesen tätig und hatte erst ein Einstellungsgespräch, meine Aufgaben kamen in aller Regel immer zu mir. Im Jahr 1999 wurde ich von Asklepios in die neue Konzernzentrale, das ehemalige Kaiser Wilhelm II Offiziersgenesungsheim nach Falkenstein, eingeladen. Herr Dr. gr. Broermann, eine beeindruckende Persönlichkeit, und seine komplette Konzerngeschäftsführung hatten sich die Ehre gegeben. Das Vorstellungsgespräch war eher eine Art Aufgaben-und-Rätsel-Spiel: „Wie sanieren Sie Kliniken? Was unternehmen Sie zur Prozessoptimierung?“ Das lief alles sehr pragmatisch ab, ich konnte am selben Tag noch meinen ausverhandelten Fünf-Jahres-Vertrag mitnehmen.

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis während eines Bewerbungsgesprächs?

In den letzten Bewerbungsgesprächen stellte ich fest, dass sich die vorher als fachlich aussichtsreich eingestufte Kandidaten in der entscheidenden Vorstellung unter Wert verkauften. Es geht in der finalen Runde ja um soziale Kompetenz und strategische Weiterentwicklung der Klinik und nicht um Fachkompetenz. Für künftige Führungsverantwortung ist es essenziell, dass sich die jeweiligen Kandidaten mit den Chancen und Risiken der jeweiligen medizinischen Klinik auseinandersetzen.

Was war zuletzt Ihre größte berufliche Herausforderung?

Das war nicht eine Herausforderung – das waren viele Herausforderungen! Bei der erfolgreichen und nachhaltigen Sanierung der Medius Kliniken, ehemals Kreiskliniken Esslingen, haben wir mit unserem Qualitäts- und Strategieprogramm „Fit für 2025“ ein Maßnahmenbündel mit 226 Projekten umsetzen können. Natürlich waren an dieser erfolgreichen Umsetzung Führungskräfte, Chefärzte und viele Mitarbeiter der Kliniken beteiligt. Essenziell wichtig aber war die Rolle des Landrates Heinz Eininger. Mit ihm ist es uns gelungen, Mehrheiten in den kommunalen Gremien zu organisieren, vor allem für die unliebsamen Entscheidungen der Standortschließungen (Strukturbereinigung von fünf auf drei Kliniken!). MITEINANDER haben wir den positiven Turnaround geschafft. Im Jahr 2012 hatten wir ein Minus von 14,1 Millionen Euro, 2017 verbuchten wir ein Plus von 8,3 Millionen Euro. Das zählt!

Die drei meistgenutzten Apps auf Ihrem Smartphone sind … ?

Neben der Mail-App sind es WhatsApp, Süddeutsche Zeitung und Spiegel online.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, um zu entspannen?

Familie ist mir sehr wichtig, dafür versuche ich Zeit aufzubringen. Fitnesstraining, Skifahren und Kino im Winter. Im Sommer Golf und lesen, unter anderem Robert Harris und Don Winslow.

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