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Hausbesuch

Mobiles MRT auf vier Rädern

Mobiles MRT auf vier Rädern

  • f&w
  • Management
  • 27.07.2018

f&w

Ausgabe 8/2018

Seite 725

PD Dr. Alexander Huppertz, Leitung Medizinische Tochtergesellschaften/Ambulante Versorgung am Klinikum Ernst von Bergmann (l.), und f&w-Redaktionsvolontär Philipp Schwehm

Die Klinikgruppe Ernst von Bergmann hat ein wegweisendes Projekt zur Sicherung der wohnortnahen radiologischen Versorgung in Brandenburg gestartet. Ein Lkw-Trailer, ausgestattet mit einer mobilen MRT-Einheit, ist seit Juli im Einsatz, um Patienten wohnortnah radiologisch zu untersuchen.

Besuchsort

Potsdam beherbergt nicht nur Schloss Sanssouci, die Sommerresidenz Friedrich des Großen, sondern auch die bekannten Filmstudios Babelsberg. Ebenfalls in Potsdam ist das Klinikum Ernst von Bergmann zu finden, ein Krankenhaus mit mehr als 1.100 Betten. Im Juli fing ein zukunftsweisendes Projekt genau hier an „zu rollen“: das mobile MRT auf vier Rädern. Das Projekt der Klinikgruppe Ernst von Bergmann mit ihren konzerneigenen Radiologiepraxen und Kooperationspartnern soll die wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung von Patienten in strukturschwachen Regionen Brandenburgs sicherstellen.

Weitere Besonderheiten

Ein Logistikpartner mit speziell geschulten Fahrern transportiert den Hightech-Lkw, denn im Inneren des Auflegers befindet sich wertvolle Fracht: Rund zwei Millionen Euro kostet die mobile MRT-Einheit, die durch Brandenburg rollt. Als besonderes „Gimmick“ ist außen am Lkw-Trailer ein QR-Code aufgedruckt, den Patienten mit dem Smartphone einscannen können, um Termine für eine MRT-Untersuchung zu vereinbaren.

Warum ein Hausbesuch fällig wurde

Mit „Mobiles MRT für Brandenburg“ zeigt die Klinikgruppe Ernst von Bergmann, wie sich regionale Ungleichheiten verringern lassen. Die Idee: Wenn der Patient nicht zum MRT kommt, fährt das MRT eben zum Patienten. Privatdozent Dr. Alexander Huppertz, Facharzt für Radiologie und Geschäftsbereichsleiter Ambulante Versorgung und Kooperationen am Klinikum Ernst von Bergmann, hat seine Zukunftsvision verwirklicht: „Vor zwei Jahren haben wir uns in der Geschäftsführung überlegt, wie wir dem Problem entgegenwirken können, dass Patienten weite Anfahrtswege und lange Wartezeiten für eine MRT-Untersuchung in Kauf nehmen müssen.“ Also hat die Klinikgruppe dieses hochmoderne Konstrukt entwickelt, das höchste Mobilität mit High-End-Medizintechnik kombiniert. Zwei Jahre später präsentiert die Klinik mit dem Kooperationspartner Philips das Ergebnis: Ein Lkw-Trailer, bestückt mit einem 1,5 Tesla starken Kernspin mit einer großzügigen 70- Zentimeter-Öffnung, schafft mittels Feet first-Option und angenehmer Lichttechnik hohen Patientenkomfort. „Wir planen aktuell vier Umsetzungen des Trailers pro Woche. Tagsüber finden Untersuchungen statt, und abends wird der Trailer zum nächsten Standort in Berlin oder Brandenburg gebracht, um den Patienten den gleichen Service an einem anderen Ort zu bieten“, erklärt Huppertz.

Begleitet wird das Projekt vom Lehrstuhl für Sportmedizin der Universität Potsdam. Heimathafen des Trailers ist Bad Belzig. Von dort aus werden Kliniken und Praxen angesteuert, die nicht mit einem MRT ausgestattet sind. Das mobile MRT hat eine Laufzeit von acht Jahren, und an einigen Standorten begleitet ein Facharzt aus Potsdam das Gerät, wenn keine entsprechende Fachkompetenz vor Ort ist.

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