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IGW-Kolumne

Zwischen Kostenhysterie und Wachstumseuphorie

Zwischen Kostenhysterie und Wachstumseuphorie

  • Politik
  • Inhalt
  • 01.01.2007

Gesundheits Wirtschaft

Ausgabe 1/2007

Vor fünf Jahren gab es keine Gesundheitswirtschaft. Wenigstens das Wort war unbekannt – heute ist es in aller Munde. Kein Regierungsprogramm, keine Wirtschaftszeitung, kein Gesundheitskongress ohne Heilserwartungen an die neu entdeckte Zukunftsbranche. Und die Wachstumshoffnungen sind realistisch. Für eine immer älter werdende Gesellschaft sind die Produkte und Dienstleistungen der Gesundheitswirtschaft erstrebenswert. Folgerichtig steigt seit Jahren die privat finanzierte Nachfrage, und ein Ende ist nicht abzusehen. Was fehlt, sind die den Bedürfnissen von Menschen in der zweiten Lebenshälfte gerecht werdenden Angebote.

Unternehmerische Kreativität ist gefragt. Patienten erwarten ganze Behandlungslösungen und keine „halbe Medizin". Ganzheitliche Prozesse sind das Gebot der Stunde. Und es gibt erste hoffnungsfroh stimmende Ansätze: Da ist der Produzent, der nicht nur die Prothetik, sondern gleich den ganzen Behandlungsablauf liefert. Auch wird Medizintechnik schon vereinzelt nicht wie bisher verkauft, sondern erste innovative Unternehmen lassen sich auf technische Systempartnerschaften ein. Und Servicebetriebe investieren eigenständig und liefern „just in time" in den laufenden Behandlungsprozess. Gute Medizin zu bezahlbaren Preisen ist also machbar.

Das ist auch die Botschaft an die Politik. Innovative Medizin ist eine Chance und keine Bedrohung. Sie ist dann für alle machbar, wenn gute und günstige Betriebe zu Lasten der schlechten und teuren wachsen können. Darum müssen die Schutzzölle des „Einheitlichen und Gemeinsamen" abgeschafft und der Wettbewerb umfassend eingeführt werden. Mut ist also bei allen Beteiligten gefragt. Wer so tut, als gäbe es keinen dringenden Veränderungsbedarf und an den hergebrachten Positionen festhält, missachtet die Interessen der Menschen. Deshalb ist Initiative wichtig. 

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