Altenpfleger fehlen besonders häufig wegen Depressionen

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In Deutschland nehmen immer mehr Menschen Antidepressiva oder fehlen aufgrund psychischer Erkrankungen. „Statistisch gesehen war jeder einen Tag aufgrund von Depressionen krankgeschrieben", sagte Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung einer Studie aus seinem Haus. Betroffen von Depressionen sind laut TK vor allem Berufe mit einem hohen Stresslevel und einer großen psychischen Belastung. Die häufigsten Fehltage verzeichnen folglich MItarbeiter in Callcentern. Dort fehlt im Schnitt jeder Beschäftigte aufgrund psychischer Erkrankungen 2,8 Tage. Auf Platz zwei folgen Mitarbeiter in der Altenpflege (2,5 Tage) sowie auf Rang drei und vier Beschäftigte in Erziehungs- (1,6 Tage) sowie Sicherheitsberufen (1,4 Tage).

Insgesamt ist die Anzahl der Fehlzeiten aufrgund von Depressionen in den Jahren 2000 bis 2013 laut TK um 70 Prozent gestiegen. „Anders als bei anderen Diagnosen wie Erkältungskrankheiten oder Rückenschmerzen sind bei den Depressionen zwar deutlich weniger Menschen betroffen - nur 1,6 Prozent bekamen eine solche Krankschreibung. Die, die es trifft, fallen aber sehr lange aus, im Durchschnitt 64 Tage", erklärte Baas. Für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern bedeute dies, dass durchschnittlich vier ihrer Beschäftigten gut zwei Monate im Jahr fehlten. Berücksichtige man noch den Urlaubsanspruch, bleibe also mindestens ein Arbeitsplatz allein aufgrund von Depressionen unbesetzt.

Autor

Dr. Stephan Balling

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