Der Klinikbetreiber Ameos will die verbliebenen Anteile des Kreises Ostholstein an den regionalen Kliniken übernehmen.
Nach Angaben der Kreisverwaltung beabsichtigt Ameos, auch die restlichen 5,2 Prozent der Anteile zu erwerben. Betroffen sind die Häuser in Eutin, Oldenburg, Middelburg und auf Fehmarn. Die Kaufsumme liegt bei rund 126.000 Euro. Zunächst müssen noch vertraglich vereinbarte Bedingungen erfüllt werden.
Privatisierungsvertrag aus dem Jahr 2003
Die Option zum Erwerb der restlichen Anteile geht auf einen Privatisierungsvertrag aus dem Jahr 2003 zurück. Damals sicherten sich die damaligen Betreiber ein entsprechendes Recht. Dieses ging über mehrere Eigentümerwechsel auf Ameos über. Der Konzern hatte die Kliniken Ende 2021 übernommen.
In der Beschlussvorlage empfiehlt die Kreisverwaltung, den angestrebten Übergang der Anteile kritisch, aber konstruktiv zu begleiten. Der Kreis könne die Übernahme nicht verhindern. Ein langwieriger Konflikt mit Ameos erscheine aussichtslos. Stattdessen solle der Prozess zügig zu einem Abschluss gebracht werden. Zugleich verweist die Verwaltung darauf, dass der Kreis auch künftig mit Ameos zusammenarbeiten müsse, um die medizinische Versorgung in Ostholstein sicherzustellen.
Der NDR berichtet, dass der Plan im Kreistag „nicht überall auf Zustimmung“ trifft. Das Thema stand auf der Tagesordnung des Hauptausschusses. Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf steht noch aus.
cs
