Der Asklepios-Konzern plant den Bau einer Privatklinik am Ufer des Kochelsees. Wie die Süddeutsche Zeitung über eine Sitzung des Gemeinderats berichtet, billigte das Gremium den Bauantrag einstimmig. Betreiber der Klinik im Fünf-Sterne-Plus-Segment ist die Blomenburg Holding, die zu Asklepios gehört.
Das Gelände liegt seit dem Abriss der ehemaligen Verdi-Bildungsstätte im vergangenen Jahr brach. Am oberbayrischen See sei ein Komplex mit drei Gebäudeteilen auf einer Nutzfläche von 14.750 Quadratmetern geplant: Eine Privatklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.
Suiten für die 81 Patienten
In sogenannten Suiten sollen 81 Patienten Platz finden: Das Angebot richtet sich an Privatversicherte sowie Selbstzahler. Die Aufenthaltsdauer der Patienten soll zwischen sechs und acht Wochen liegen. So sollen Erkrankungen aufgrund von Stress wie Burn-out, Depressionen, chronische Erschöpfungssymptome, Angst- und Zwangsstörungen, Schlafstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen oder ADHS behandelt werden.
Nicht in die Privatklinik aufgenommen werden sollen Menschen mit Demenz, Suchterkrankungen, Schizophrenie oder psychische Erkrankungen, die Eigen- oder Fremdgefährdung als Folge haben.
Spa, Tennisplatz und Cafeteria am See
In einem Teil des Gebäudekomplexes sei ein Medical Spa mit Schwimmbad, Sauna und Dachterrasse geplant. Zudem soll ein Tennisplatz auf einem Dach errichtet werden. Die Cafeteria der Privatklinik soll der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen. Dies würde laut Asklepios Mehrkosten von einer halben Million Euro verursachen. Zudem wäre der Schutz der Privatsphäre der Patienten damit nicht gewährleistet.
Der Asklepios-Konzern selbst äußerte sich bislang nicht zum Luxus-Bauvorhaben. Laut Bericht stehe der Baubeginn noch nicht fest, erst müsse das Landratsamt die Baugenehmigung erteilen.
