Liebe Leserinnen und Leser,
heute startet f&w Psych, das neue Fachmedium aus dem Bibliomed-Verlag. Für Sie, die Entscheider und Praktiker in der Erwachsenen- und Kinder- und Jugendpsychiatrie, sowie der Psychosomatik, wollen wir damit eine publizistische Lücke schließen. f&w informiert das Krankenhausmanagement bereits seit gut 40 Jahren über politisch, strategisch und finanziell relevante Themen, allerdings mit traditionell somatischem Schwerpunkt. Obwohl die aktuellen Herausforderungen für Somatik und Psychiatrie prinzipiell gleich sind, gibt es in der Praxis doch sehr viele relevante Unterschiede und andere Schwerpunkte. Viele Gespräche in den vergangenen Monaten haben uns daher in unserer Auffassung bestärkt: Die Psych-Einrichtungen brauchen ein eigenes Medium, das Ihnen die Informationen liefert, die Sie in ihrem professionellen Alltag brauchen, um Entscheidungen treffen und ihren Aufgaben nachkommen zu können.
f&w Psych versteht sich als Fachmagazin von Praktikern für Praktiker, als Ort des Austauschs, des Lernens und der Innovation. Nicht zuletzt soll f&w Psych das Forum für wegweisende Diskussionen der Branche werden. Die Pandemie, der Fachkräftemangel und die vielen unstrukturierten regulatorischen Eingriffe zeigen, dass die psychiatrische Versorgung und ihre Finanzierung an sich bereits heute völlig neu gedacht werden müssen. Das hat auch Minister Karl Lauterbach erkannt und das Thema zusätzlich auf die Agenda der Krankenhausreformkommission gesetzt hat. Im Interview mit f&w Psych skizziert deren Leiter, Professor Tom Bschor erstmals, wo er und seine Kolleginnen und Kollegen den größten Handlungsbedarf in diesem Versorgungsbereich sehen.
Bei diesem Kraftakt sind zweifellos alle Beteiligten gefordert: Nicht nur die Krankenhäuser, auch die Kostenträger, die Wissenschaft und die Vertreter der verschiedenen Professionen. Wir freuen uns sehr, dass sich so schnell so viele renommierte Expertinnen und Experten bereit erklärt haben, sich im Fachbeirat und als Autoren für f&w Psych zu engagieren. Sie repräsentieren nicht nur die Branche, sondern decken das gesamte Meinungsspektrum und die verschiedenen institutionellen Perspektiven ab. Damit unterbreitet f&w Psych auch ein Gegenangebot zur scheinbar allgegenwärtigen Empörung, Entrüstung und Skandalisierung: mit hartem, aber fairen und produktivem Streit, dem Abwägen der Argumente und der Suche nach dem besten Kompromiss.
Den Auftakt machen wir mit einem neuen Thesenpapier des GKV-Spitzenverbandes, in welchem die Kassen einen weitreichenden Plan für Veränderungen skizzieren. Eine Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) veröffentlichen wir Anfang kommender Woche. Wir sind neugierig und wollen von Ihnen wissen: Was erwarten Sie sich von einer Reform? Welche Veränderungen würden Sie mittragen und was sind Punkte die nicht zur Disposition stehen dürfen? Lassen Sie uns in f&w Psych über den richtigen Weg zum Ziel sprechen! Schreiben Sie uns oder diskutieren Sie mit uns auf unserer LinkedIn-Seite. Wir freuen uns auf Ihre Einschätzung!
Stefan Günther, Herausgeber
Florian Albert, Chefredakteur, Bibliomed-Verlag


