Wieder Warnstreiks an etlichen Unikliniken. Es folgen Aktionen an Schulen und Hochschulen sowie weiteren Einrichtungen in dieser Woche. Wann und gestreikt wird.
An sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen müssen Patienten heute und morgen wegen zweitägiger Warnstreiks mit Einschränkungen rechnen. An mehreren dieser Unikliniken hatte es bereits in den vergangenen Wochen ein- oder mehrtägige Arbeitsniederlegungen gegeben. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst der Länder.
An welchen Unikliniken wird gestreikt?
Für den heutigen Dienstag (27. Januar) und Mittwoch (28. Januar) hat die Gewerkschaft Verdi an folgenden NRW-Unikliniken im Rahmen bundesweiter Aktionen zu Warnstreiks aufgerufen:
- Uniklinik Aachen
- Uniklinik Köln
- Uniklinik Münster
- Uniklinik Bonn
- Uniklinik Essen
- Uniklinik Düsseldorf
Welche Auswirkungen hat das?
Bei den Warnstreiks in den vergangenen Wochen hatte Verdi NRW erklärt, dass ein Teil der Operationen entfallen könnte und mit erheblichen Auswirkungen auf die Abläufe zu rechnen sei. Per Notdienstvereinbarung sei aber gewährleistet, dass dringliche Fälle versorgt werden. Die Kliniken informierten Patienten.
Um welche Berufsgruppen geht es?
An den Unikliniken geht es um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und andere Beschäftigte. Um Ärzte geht es bei den Warnstreiks nicht, da deren Bezahlung über einen Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund geregelt ist.
Was ist der Hintergrund dieser Warnstreiks?
Verdi und GEW fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Haushalte wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte.
dpa

