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Patientenbeauftragter übt Kritik

Kassen lehnen Reha laut Studie oft zu Unrecht ab

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Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat heftige Kritik an den Krankenkassen geübt. "Dass Patienten erforderliche Leistungen abhängig davon erhalten, bei welcher gesetzlichen Krankenkasse sie versichert sind, ist unerhört und gehört unverzüglich abgestellt", forderte Laumann bei der Präsentation einer von ihm in Auftrag gegebenen Studie des Iges-Instituts zu den "Leistungsbewilligungen und -ablehnungen durch Krankenkassen" am vergangenen Freitag. Zwar sei erfreulich, dass die Kassen über alle Leistungsbereiche nur 5,2 Prozent der beantragten Leistungen ablehnen. Es gebe aber auch Leistungsbereiche und Kassenarten mit nicht erklärbar hohen Ablehnungsquoten.

Laumann nannte als ein Beispiel die Rehabilitation. Hier betrage die durchschnittliche Ablehnungsquote 18,4 Prozent. Gegen rund jede vierte Leistungsablehnung werde Widerspruch eingelegt, wobei jeder zweite Widerspruch Erfolg habe. "Das heißt, dass die Leistung zu Unrecht abgelehnt wurde", stellte Laumann klar. Bei den Mutter-Kind-Vorsorgemaßnahmen habe die Erfolgsquote sogar 72 Prozent betragen. 

Um die Situation zu verbessern, will der Patientenbeauftragte im Rang eines Staatssekretärs die Kassen künftig verpflichten, die Daten zu den Leistungsbewilligungen und -ablehnungen zu veröffentlichen. Außerdem kritisierte er die Verantwortungsträger in der Selbstverwaltung, insbesondere die Aufsichtsorgane der Krankenkassen. Diese sollten sich mit diesen Fragen befassen.

Laumann präsentierte ferner die Ergebnisse des Monitors Patientenbefragung 2016. Dabei erneuerte er seine Forderung nach einem unabhängigen MDK und mehr Transparenz für Patienten

Autor

Dr. Stephan Balling

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