Baden-Württemberg

Zentrum für Psychiatrie soll ins ehemalige Pfullendorfer Krankenhaus ziehen

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Zentrum für Psychiatrie soll ins ehemalige Pfullendorfer Krankenhaus ziehen
© iStock.com/pixhook

Künftig sollen Psych-Patienten der SRH Kliniken nicht mehr in Sigmaringen, sondern in Pfullendorf behandelt werden. Doch noch sind viele Fragen offen.  

Künftig sollen Psych-Patienten der SRH Kliniken nicht mehr in Sigmaringen, sondern in Pfullendorf im geplanten Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg behandelt werden, sodass die psychiatrische Versorgung im Landkreis Sigmaringen in Pfullendorf gesteuert wird. Für das geplante ZfP soll das alte Bestandsgebäude der ehemaligen Klinik entsprechend umgebaut werden, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. Entsprechende Gespräche liefen derzeit zwischen den SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen und dem ZfP Südwürttemberg. 

Bopp: "Die Psychiatrische Institutsambulanz, StäB und die Tagesklinik verbleiben in Sigmaringen"

Geplant sei, dass die psychiatrischen Stationen des SRH Klinikums Sigmaringen nach dem Umbau ins ehemalige Pfullendorfer Krankenhaus umziehen, die beiden Facharztpraxen, das Familiengesundheitszentrum und die Berufsfachschule Pflege der SRH Kliniken jedoch nicht. "Das stationäre Angebot würde im Wesentlichen nach Pfullendorf umziehen und um die Stationsäquivalente Behandlung (StäB) erweitert. Die Psychiatrische Institutsambulanz, StäB und die Tagesklinik verbleiben in Sigmaringen", ergänzt Frank-Thomas Bopp, Chefarzt der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der SRH Kliniken Sigmaringen. 

Umbaukosten noch völlig unklar

Die Planungen seien zwar weit vorangeschritten, aber noch sei nichts entschieden, erklärte Projektleiter Frank Kuhn, ZfP Südwürttemberg Zentralbereichsleiter Personal und Organisation, bei der Informationsveranstaltung. Eine Entscheidung erwarte er im Sommer oder Herbst dieses Jahres. Neben manch rechtlicher Fragestellung seien derzeit auch noch die Umbaukosten völlig offen, erklärt Kuhn. Mit einer Inbetriebnahme sei im Jahr 2026 zu rechnen, falls die Gespräche zu einem positiven Ergebnis führten. Der Betriebsübergang werde zudem nicht zu Lasten der Mitarbeitenden in Sigmaringen gehen, so der Projektleiter weiter. Alle direkten Mitarbeitenden der Abteilung seien vom Übergang betroffen, wie Sandra Müller, Pressesprecherin der SRH Kliniken erklärt. 

ZfP Südwürttemberg 

Das Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rund 4.200 Mitarbeitende sind hier für die psychiatrische Versorgung von rund 1,8 Millionen Menschen zuständig. Das ZfP bietet 280 Ausbildungsplätze in der Pflege sowie Therapie, aber auch in Verwaltung, Technik und IT. Organisatorisch wäre der Standort in Pfullendorf der Versorgungsregion Alb-Neckar zugeordnet, in der von der Gemeinde Zwiefalten aus pro Jahr rund 18.000 Patienten stationär oder teilstationär sowie rund 45.000 ambulant oder aufsuchend behandelt werden. Zudem sollen ein Angebot der Allgemeinpsychiatrie, der Psychosomatik, der Alters- und der Suchtpsychiatrie etabliert werden sowie eine forensische Station, die suchtkranke Straftäter behandelt.

Autor

 Anika Büchner

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