Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben 2023 deutlich mehr für die psychiatrische Versorgung in Krankenhäusern ausgegeben.
Wie die gestern veröffentlichten vorläufigen Finanzergebnissen der GKV zeigen, steigen die Ausgaben für stationäre psychiatrische Behandlungen um 1,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 13,5 Prozent. Insgesamt haben die Krankenkassen 2023 306,2 Milliarden Euro ausgeben - 14,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Das ist ein Anstieg von 5 Prozent.
Die Krankenhausausgaben insgesamt wuchsen um rund 6 Milliarden Euro. Ein weiterer Treiber waren die seit 2020 aus den DRG-Fallpauschalen ausgegliederten Pflegepersonalkosten. Sie stiegen um 9,8 Prozent bzw. 1,8 Milliarden Euro. Die Ausgaben für weitere Aufwendungen im Krankenhaus (insbesondere Somatik) stiegen um 5,2 Prozent (plus 3,2 Milliarden Euro).
Etwa die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen hat zum Jahresbeginn die Beiträge angehoben. 45 Kassen erhöhten zum 1. Januar den Zusatzbeitrag, 45 Kassen ließen ihn unverändert, vier senkten ihn zum Jahreswechsel. Den Zusatzbeitrag kann jede Kasse selbst festlegen. Er liegt nach Ministeriumsangaben im Schnitt bei 1,7 Prozent, nach 1,6 Prozent im Vorjahr. Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent und ist gesetzlich auf dieser Höhe festgeschrieben.
Quelle: Bibliomed/dpa
