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Kassen melden 3,5-Milliarden-Überschuss für 2025

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Kassen melden 3,5-Milliarden-Überschuss für 2025
Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Doch von Entwarnung kann keine Rede sein.  © iStock.com/dem10

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Doch von Entwarnung kann keine Rede sein. 

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Trotzdem "gibt es null Grund zur Entwarnung", erklärte Oliver Blatt , Chef des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Die Ausgaben der GKV steigen weiterhin überproportional an, die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben öffne sich immer mehr. So sind die Gesamtausgaben der GKV im letzten Jahr nochmals um 7,8 Prozent von 327 auf 352 Milliarden Euro gestiegen. Der Löwenanteil floss dabei in die Krankenhäuser, die Ausgaben stiegen hierfür um knapp 10 Prozent auf 111 Milliarden Euro, so der Verbandschef.

Reserven der Kassen sind leer

Die Ausgaben für die ambulante Versorgung stiegen um 7,6 Prozent auf 54 Milliarden, für Arzneimittel gaben die Kassen insgesamt 58 Milliarden Euro aus - ein Plus von 5,9 Prozent gegenüber 2024. Das trotz steigender Ausgaben erreichte Plus reiche allerdings nicht aus, um die Reserven der Kassen zu füllen, wozu diese aber gesetzlich verpflichtet seien, so Blatt weiter. Etliche Krankenversicherungen haben daher schon im Laufe des letzten Jahres ihre Beiträge erhöhen müssen, zum Jahreswechsel folgte dann die Anhebung der Zusatzbeitragssätze um durchschnittlich einen Prozentpunkt auf 3,13 Prozent. 

DKG zeigt sich „positiv überrascht“

Gerald Gaß, Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), zeigte sich angesichts der bislang prognostizierten Defizite "positiv überrascht". Zur Wahrheit gehöre aber auch, "dass der Überschuss nur deswegen möglich wurde, weil Krankenhausträger, unter anderem Kommunen, die Defizite der Kliniken aus eigenen Mitteln mit teilweise großer Kraftanstrengung ausgeglichen haben und weil der Bund die Einnahmelücke der Kliniken mit befristeten Rechnungszuschlägen ausgeglichen hat", so Gaß. Beides sei keine Dauerlösung für die strukturelle Unterfinanzierung der Kliniken. 

Pantazis: Keine Entwarnung

Laut Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zeigen die Zahlen, dass die GKV „trotz erheblicher Belastungen weiterhin stabil aufgestellt ist“. Entwarnung könne man aber nicht geben. Die Ausgabendynamik bleibe hoch – insbesondere in der Krankenhausversorgung, der ambulanten Versorgung und bei Arzneimitteln. „Die GKV hat weniger ein Einnahmeproblem als ein Ausgabenproblem“, sagte Pantazis und verwies unter anderem auf die jetzt anlaufende Krankenhausreform.

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