Milliarden-Investition

BG Kliniken planen Neubauten in Hamburg

  • Krankenhausplanung
BG Kliniken planen Neubauten in Hamburg
Die BG Kliniken und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen und planen gemeinsame Neubauten. © GettyImages/Guido Mieth

Die BG Kliniken wollen mehr als 1,2 Milliarden Euro in neue Standorte in Hamburg investieren. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sollen Neubauten für die Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten entstehen.

Die BG Kliniken und das UKE wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen und planen gemeinsame Neubauten. Das teilten die beteiligten Institutionen nach der Unterzeichnung von Absichtserklärungen (Letters of Intent) am Mittwoch in Hamburg mit.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer sowie Vertreter von UKE und BG Kliniken unterzeichneten die Vereinbarungen. Sie schaffen die Grundlage für die weitere Planung medizinischer, organisatorischer und baulicher Konzepte. Ziel ist es, die Versorgung Schwer- sowie Schwerstverletzter zu stärken und den Gesundheitsstandort Hamburg, insbesondere den Osten der Stadt, weiterzuentwickeln.

Neubau auf dem UKE-Campus geplant

Kern des Vorhabens ist ein Neubau des BG Klinikums Hamburg auf dem UKE-Campus. Dort soll eine Klinik mit mehr als 350 Betten entstehen, die sich auf die Versorgung schwerstverletzter Patienten konzentriert.

Geplant sind unter anderem Bereiche für Akut- und Notfallversorgung, Unfallchirurgie, Orthopädie sowie ein Schwerstbrandverletztenzentrum. Integrierte Rehabilitationsangebote sind vorgesehen.

Der Neubau soll baulich und organisatorisch mit einem Erweiterungsbau des UKE verbunden werden. Beide Häuser arbeiten bereits heute in der Traumaversorgung zusammen. Künftig könnten Patienten direkt auf dem Campus interdisziplinär versorgt werden.

Bergedorf bleibt zweiter Schwerpunkt

Parallel dazu planen die BG Kliniken einen Neubau am bestehenden Standort in Bergedorf. Dort sollen vor allem die Behandlung von Rückenmarksverletzungen, die Frührehabilitation sowie ambulante Angebote ausgebaut werden. Auch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und ein ambulantes OP-Zentrum sind vorgesehen. Luftrettung und Rettungswache bleiben vor Ort.

Der Standort soll künftig stärker auf rehabilitative und ambulante Leistungen ausgerichtet sein. Gleichzeitig wollen weitere Einrichtungen in der Region ihre Angebote ausbauen, darunter die Notaufnahme des Agaplesion Bethesda Krankenhauses Bergedorf.

Investitionen von mehr als 1 Milliarde Euro

Die BG Kliniken wollen nach eigenen Angaben mehr als 1,2 Milliarden Euro in die beiden Standorte investieren. Die Mittel stammen aus der Sozialversicherung finanziert durch die Deutschen Arbeitgeber (gesetzliche Unfallversicherung).

Neben der Versorgung sollen auch Forschung und Lehre ausgebaut werden. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit in der Unfallchirurgie und Traumatologie sowie bei der Ausbildung medizinischen Personals.

cs

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