Der Bauantrag ist eingereicht, Baubeginn und Zeitplan für den Umzug stehen: Die Helios Kliniken Mittelweser konzentrieren ihre Abteilungen am Standort Nienburg und schaffen dafür die baulichen Voraussetzungen. Bund und Land fördern das Vorhaben mit 30 Millionen Euro.
Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi hat der Regionalgeschäftsführung und Klinikleitung der Helios Kliniken Mittelweser am Dienstag einen Förderbescheid von über 30 Millionen Euro für den Standort Nienburg übergeben.
Die Mittel stammen aus dem Transformationsfonds, 21 Millionen Euro stellt der Bund bereit, weitere 9 Millionen Euro das Land Niedersachsen. Bund und Land Niedersachsen unterstützen damit die geplante Konzentration der akutstationären Versorgung am Standort Nienburg, einschließlich des Umzugs aller Fachabteilungen des Standortes Stolzenau.
Philippi: Kostenintensive Doppelstrukturen vermeiden
„Der Neubau sichert die wohnortnahe Versorgung im Landkreis und trägt zugleich dazu bei, dass kostenintensive Doppelstrukturen vermieden werden“, sagte der Minister.
Johannes Rasche, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Nord, ergänzte dazu: „Wir freuen uns über die Förderung. In Nienburg entsteht ein breites, hochspezialisiertes Leistungsspektrum. Damit sind wir bereits heute auf Linie mit der anstehenden Umsetzung der Krankenhausreform und stellen die Versorgung der Region für die Zukunft auf.“
Baustart ab 2027
Der Bauantrag für das Gesamtvorhaben ist bereits eingereicht, der Baustart ist für 2027 vorgesehen. Geplant ist sowohl die Erweiterung des bestehenden Klinikgebäudes als auch ein umfassender Umbau im Bestand. Ein neuer Gebäudeteil soll neben dem Haupteingang parallel zur heutigen Verwaltung entstehen.
Darüber hinaus ist eine Aufstockung um ein weiteres Geschoss vorgesehen, die sich baulich an der bestehenden Station 7 orientiert. Der überwiegende Teil der Maßnahmen wird im vorhandenen Gebäudebestand umgesetzt. Perspektivisch sollen die bislang am Standort Stolzenau angesiedelten Abteilungen vollständig nach Nienburg verlagert werden.
Komplexe Krankheitsbilder besser behandeln
„Mit der perspektivischen Bündelung der Fachabteilungen in Nienburg schaffen wir kurze Wege und ermöglichen eine noch engere Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Bereiche“, betonte Klinikgeschäftsführer Matthias Hahn. Davon sollen insbesondere die Patienten mit komplexen Krankheitsbildern profitieren – beispielsweise im Alterstraumazentrum.
Der Abschluss dieses Prozesses und der Umzug der Abteilungen von Stolzenau nach Nienburg sei voraussichtlich für 2030 vorgesehen.
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