Risikoschwangerschaften

Kliniken in Osnabrück stimmen sich neu ab

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Kliniken in Osnabrück stimmen sich neu ab
© CKO

Drei Krankenhäuser in Osnabrück stimmen sich bei der Versorgung von Risikoschwangerschaften vorübergehend neu ab. Ursache ist der erhebliche Mangel an Ärzt:innen im pädiatrischen beziehungsweise neonatologischen Bereich, teilten das Klinikum Osnabrück, das Marienhospital (MHO) und das Christliche Kinderhospital mit. Daher kann der für Risikogeburten notwendige Betrieb einer Frühgeborenen-Intensivstation an den bisher zwei Standorten (Klinikum Osnabrück und Christliches Kinderhospital) vorübergehend nicht mehr sichergestellt werden. 

Nun haben sich die drei Kliniken darauf verständigt, die Versorgung der Risikogeburten am Christlichen Kinderhospital im Verbund mit dem MHO zu konzentrieren.  Damit für werdende Eltern die freie Arztwahl weiterhin sichergestellt ist, haben die drei Häuser eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, nach der die Geburtshilfe des Klinikums Osnabrück künftig bei Risikogeburten (Entbindungen von Kindern mit den Zuweisungskriterien für die höchste Versorgungsstufe - Level 1) auf die medizinischen, pflegerischen und räumlichen Ressourcen der Geburtshilfeabteilung des Marienhospitals zugreifen kann. Der Chefarzt des Klinikums erhält damit ein volles Mit-/Benutzungsrecht der Infrastruktur der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde des MHO. Es umfasst die Behandlung von Risikoschwangeren vor, während und nach der Entbindung, die Nutzung aller Räume und Anlagen sowie den Zugriff auf alle Daten.

Die Kooperation tritt bereits am 1. Oktober in Kraft. Sie gilt für alle Risikoschwangerschaften, wobei darunter Entbindungen fallen von erwarteten Frühgeborenen mit einem Gewicht von weniger als 1.250 Gramm, Drillingen und darüber hinausgehenden Mehrlingsgeburten sowie Geburten solcher Kinder, bei denen nach der Geburt eine unmittelbare spezialisierte intensivmedizinische Versorgung erforderlich ist. 
 
Am Standort Klinikum Osnabrück steht weiterhin tagsüber ein erfahrener neonatologischer Oberarzt und rund um die Uhr das Pflegeteam zur Verfügung. Wann die Frühgeborenen-Intensivstation am Standort des Klinikums wieder vollumfänglich in Betrieb geht, kann zurzeit nicht exakt geplant werden. Nach aller Voraussicht soll sich die Personallage ab Januar 2023 wieder entspannen. 

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