Das Klinikum Idar-Oberstein steht vor einem Wechsel seiner Trägerstruktur. Die kommunalen Gesellschafter haben ein Verfahren zur Suche eines neuen Mehrheitsgesellschafters eingeleitet, der den 50,05-prozentigen Anteil der Saarland-Heilstätten GmbH (SHG) übernehmen soll.
Das teilten die Beteiligten am Mittwoch mit. Nach Angaben der Beteiligten soll der Wechsel in einem geordneten und transparenten Verfahren erfolgen. Die Patientenversorgung werde dadurch nicht beeinträchtigt.
Landrat Miroslaw Kowalski kündigte an, dass die Rechte der Beschäftigten gewahrt bleiben sollen. „Sie können absolut sicher sein, dass Ihre Rechte und Rahmenbedingungen vollumfänglich gewahrt bleiben.“ Alle bestehenden Arbeitsverträge, Arbeitsbedingungen und Tarifregelungen blieben unverändert bestehen, heißt es in der Mitteilung.
SHG zieht sich aus finanziellen Gründen zurück
Der Schritt markiert eine grundlegende Neuordnung der Trägerstruktur des Krankenhauses. Hintergrund ist nach Angaben der Gesellschafter, dass die SHG die im Zusammenhang mit dem Bauprojekt erforderlichen finanziellen Sicherheiten aus kommunalaufsichtlichen Gründen nicht dauerhaft tragen kann.
Bereits im November 2025 hatten die kommunalen Gesellschafter ein Bürgschaftspaket beschlossen, um die Finanzierung des Bauprojekts abzusichern. Auf dieser Grundlage soll nun die Partnersuche erfolgen.
Auswahlverfahren richtet sich an etablierte Klinikträger
Nach Angaben der Gesellschafter richtet sich das Verfahren an etablierte Krankenhausträger. Gesucht werde ein Partner, der die wirtschaftliche Stabilität des Hauses sichern und den Ergänzungsneubau begleiten könne. Weitere Kriterien seien moderne Führungsstrukturen und Personalentwicklung.
Kommunaler Einfluss soll erhalten bleiben
Die kommunalen Gesellschafter betonen, dass der regionale Einfluss auf das Klinikum auch nach einem Einstieg eines neuen Partners erhalten bleiben soll. Das Klinikum solle weiterhin in der Region verankert bleiben und die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.
cs
