Das Klinikum St. Georg in Leipzig hat sein wirtschaftliches Ziel für 2025 planmäßig erreicht und das Defizit stärker als erwartet reduziert. Das geht aus dem bestätigten Jahresabschluss des Klinikum hervor.
Der Aufsichtsrat billigte den Abschluss für das Geschäftsjahr 2025. Demnach lag das Ergebnis mit minus 34 Millionen Euro im vorgesehenen Rahmen. Gleichzeitig stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent beziehungsweise 15 Millionen Euro. Das Haus spricht von einem stabilen operativen Jahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem.
Erlöse steigen, Defizit bleibt hoch
Das Klinikum verweist auf strukturelle Herausforderungen wie die Krankenhausreform, die Verlagerung von Leistungen in den ambulanten Bereich und die Einführung von Leistungsgruppen. „Konsolidieren, Investieren, Wachsen – unter diesen Überschriften verlief das Geschäftsjahr 2025“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Bonew.
Die wirtschaftliche Entwicklung stützt sich demnach auch auf Investitionen in Infrastruktur und Technik. Im Mittelpunkt steht der Bau des Zentralgebäudes II, das bis 2029 fertiggestellt werden soll und die stationäre Versorgung stärker auf dem Campus konzentrieren soll.
Ausbau ambulanter Versorgung
Das Klinikum weitete seine ambulanten Leistungen aus. Mit rund 7.000 zusätzlichen Fällen lag die Entwicklung über Plan. Insgesamt behandelte das Haus 143.000 ambulante sowie 31.000 stationäre und teilstationäre Fälle.
Geschäftsführerin Claudia Pfefferle sagte: „Mit dem Ergebnis des Jahres 2025 können wir einen wichtigen Schritt auf unserem Konsolidierungs- und Wachstumskurs bestätigen.“ Geschäftsführer Michael Geißler verwies auf strukturelle Veränderungen: „Das Klinikum befindet sich in einem tiefgreifenden baulichen und medizinischen Transformationsprozess.“
Unterstützung durch die Stadt Leipzig
Zur Stabilisierung trägt die Stadt Leipzig als Gesellschafterin bei. Sie begleitet den Transformationsprozess mit wirtschaftlichen Sicherungsmaßnahmen. Diese sollen helfen, die Übergangsphase der Krankenhausreform zu überbrücken.
Für 2026 plant das Klinikum weiterhin mit einem Defizit. Prognostiziert ist ein Fehlbetrag von rund 27,5 Millionen Euro. Langfristig erwartet die Geschäftsführung durch neue Versorgungsstrukturen und gebündelte Leistungen wieder steigende Fallzahlen und bessere wirtschaftliche Ergebnisse.
cs
