Das Heilig-Geist-Krankenhaus in Boppard stellt sein Leistungsangebot neu auf und schließt die chirurgische Abteilung sowie die Zentrale Notaufnahme.
Das geht aus einer Mitteilung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GK-Mittelrhein) hervor. Künftig konzentriert sich der Standort auf die Bereiche Geriatrie, Innere Medizin, Psychosomatik, Wundmedizin und Plastische Chirurgie.
„Insgesamt dienen die Maßnahmen der langfristigen Sicherung des Klinikstandorts sowie der Anpassung an die sich wandelnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagt die Kaufmännische Direktorin Eva Reichert.
Schließung der Chirurgie
Mit der Schließung der Chirurgie entfallen die bisherigen chirurgischen Versorgungsangebote in Boppard. Patienten sollen künftig an andere Häuser des GK-Mittelrhein verwiesen werden. Zudem wandelt das Krankenhaus seine bisherige Intensivstation in eine Intermediate-Care-Einheit (IMC) um.
Mit der Anpassung des Leistungsspektrums konzentriert sich das Haus nach Angaben des Klinikträgers auf ausgewählte medizinische Schwerpunkte und bündelt Versorgungsangebote innerhalb des Klinikverbunds.
Erstversorgungsteam statt Notaufnahme
Auch die Zentrale Notaufnahme stellt ihren Betrieb ein. Für Patienten mit nicht lebensbedrohlichen akuten Beschwerden soll stattdessen ein Erstversorgungsteam rund um die Uhr erreichbar sein.
„Es handelt sich um Beschwerden, die akut ärztlich abgeklärt werden sollten, aber keine Behandlung in der Krankenhaus-Notaufnahme erfordern“, so Reichert. Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen, Bewusstlosigkeit, starken Blutungen oder dem Verdacht auf einen Schlaganfall verweist das Krankenhaus auf den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.
cs
