Akutsparte

Marienhaus-Gruppe organisiert Kliniken neu

  • Strategie
Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus GmbH.
Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus GmbH. © melroyce photography

Die Marienhaus-Gruppe richtet ihre Akutsparte organisatorisch neu aus. Die Kliniken und weiteren Einrichtungen sollen bis Ende 2026 in operativ eigenständige Gesellschaften überführt und drei Regionen zugeordnet werden.

Das teilte die Marienhaus-Gruppe am Montag in Waldbreitbach mit. Bislang bündelte die Marienhaus Kliniken GmbH nahezu alle Einrichtungen der Akutsparte unter einem gesellschaftsrechtlichen Dach. Künftig führt jeweils ein Regionalgeschäftsführer gemeinsam mit einem Klinikgeschäftsführer die einzelnen Klinikgesellschaften. Die Funktion der Klinikgeschäftsführer übernehmen die bisherigen kaufmännischen Direktoren der Standorte.

Nach Angaben des Unternehmens soll die neue Struktur die regionale Steuerung stärken und den Einrichtungen mehr Handlungsspielraum bei der Weiterentwicklung ihrer Versorgungsangebote geben.

Drei Regionen mit eigener Leitung

Mit der Neuordnung entstehen die Regionen Hochwald-Saar, Mitte/Süd sowie Rheinland-Pfalz Nord/NRW. Die Verantwortung als Regionalgeschäftsführer übernehmen Anke Klauck für die Region Hochwald-Saar, Christian Link für die Region Mitte/Süd und Thorsten Kopp für die Region Rheinland-Pfalz Nord/NRW.

Marienhaus begründet den Schritt mit den aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und den Anforderungen der Krankenhausreform. Der Träger verweist darauf, bereits Strukturen an einzelnen Standorten angepasst und Kooperationen ausgebaut zu haben.

"Mit dieser Neuausrichtung verfolgen wir das Ziel, auch künftig eine sichere und verlässliche wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten und gleichzeitig die notwendige regionale Flexibilität zu stärken. Individuelle Anforderungen können besser berücksichtigt und Entwicklungen gezielter vorangetrieben werden", sagte Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus GmbH.

Reha-Kliniken unter neuem Dach gebündelt

Teil der Neuorganisation ist auch eine Neustrukturierung der geriatrischen Rehabilitation. Die Einrichtungen in Burgbrohl, Hermeskeil und Mainz werden künftig in der neu gegründeten Marienhaus Reha GmbH zusammengeführt.

Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft übernehmen Christian Link und Claudia Häfner.

Einheitliche Namen für Kliniken

Darüber hinaus will die Marienhaus-Gruppe die Bezeichnungen ihrer Kliniken vereinheitlichen. Standorte, deren Namen bislang nicht dem gruppenweiten Schema folgen, erhalten geringfügige Anpassungen. Die neue Namensstruktur soll sich künftig aus dem Unternehmensnamen, einem Schutzpatron und der Ortsangabe zusammensetzen.

Die Umsetzung der gesellschaftsrechtlichen Neuordnung soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

cs

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