Die Neckar-Odenwald-Kliniken stehen vor einem überraschenden Führungswechsel: Mit Frank Hehn und Harald Löffler legen gleich beide Geschäftsführer ihre Ämter zum Jahresende nieder.
Das teilt das Unternehmen nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 6. Juli mit. Hehn erklärte demnach vor dem Gremium, er werde seine Tätigkeit aus persönlichen Gründen beenden. Nach mehr als zwölf Jahren bei den Neckar-Odenwald-Kliniken, davon rund acht Jahre als Geschäftsführer, wolle er sich neuen beruflichen Aufgaben widmen.
Auch Löffler wird seine Aufgabe als Geschäftsführer zum Jahresende abgeben. Löffler kam 2019 zunächst als Leiter Finanzen und Controlling zu den Kliniken, wurde später Kaufmännischer Leiter und anschließend Geschäftsführer.
Seine Entscheidung stehe auch im Zusammenhang mit jüngsten Beschlüssen des Kreistags. Wie Main-Echo berichtet, beschloss der Kreistag im Mai, die Neckar-Odenwald-Kliniken in den kommenden drei Jahren nicht nach den Vorschlägen eines Gutachters umzustrukturieren. Für das laufende Jahr rechnen die Kliniken mit einem Defizit von 12,5 Millionen Euro, das der Landkreis ausgleichen muss.
Aufsichtsrat sucht Nachfolgelösung
Nach Angaben der Kliniken befasst sich der Aufsichtsrat mit der Frage, wie die Geschäftsführung nahtlos neu geregelt werden kann. Die weitere Entwicklung der Klinikgesellschaft soll gemeinsam mit dem neuen Ärztlichen Direktor, Chefarzt Thomas Seeböck-Göbel, Pflegedienstleiterin Sabine Schulz und der Belegschaft erfolgen.
cs
